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Mi, 13. Dezember 2006, 14:07

Unternehmen

Umfrage unterstützt Microsoft-Novell-Abkommen

Microsoft hat in einer selbst finanzierten Umfrage unter 200 Großanwendern eine starke Befürwortung des Abkommens mit Novell herausgefunden.

Rund zwei Wochen nach ihrer Übereinkunft haben Microsoft und Novell eine Umfrage unter ihren Kunden durchführen lassen. Dabei wurden nach ihren Angaben 201 Entscheidungsträger bei Unternehmen befragt, die mindestens 500 PCs in einer gemischten Umgebung mit Windows und Linux (Novell oder Red Hat) im Einsatz haben. Die Ergebnisse überraschen die Auftraggeber nicht, da sie bereits zuvor von den Kunden, wie sie sagen, »sehr positive Reaktionen« bekommen haben. 95 Prozent der Befragten haben demnach das Abkommen befürwortet. Auch weitere Fragen wie »Wollen Sie, dass die Anbieter die Interoperabilität ihrer Systeme verbessern?« wurden mit überwiegender Mehrheit bejaht.

Beobachter zeigten sich ebenfalls von dem Ergebnis nicht überrascht, allerdings aus anderen Gründen. Zum einen seien alle Fragen so gestellt worden, dass die Antwort auf der Hand lag. Zum anderen hätten die Fragen auch nahezu keine Aussagekraft gehabt, so dass es umso leichter gewesen sei, die erhoffte Antwort zu geben. Die Fragen sollten lediglich von den Problemen der stark kritisierten Vereinbarung ablenken. So schreibt zum Beispiel Matt Asay, dass die wahren Fragen seien, ob das Abkommen Kunden nütze, und ob es möglicherweise Open Source schade. Während er den Nutzen für die Kunden bezweifelt, bejaht er, wie bereits andere vor ihm, die zweite Frage. Eine andere Quelle stellt fest, dass ein Drittel der Befragten gar nichts von dem Abkommen wusste.

Mary Jo Foley schlägt in die gleiche Kerbe. Die einzige interessante Frage sei die gewesen, ob die Kunden nun mit größerer Wahrscheinlichkeit SUSE Linux kaufen würden, und wundert sich, dass auf diese Frage lediglich 69% mit Ja antworteten. Sie hätte sich einige andere Fragen gewünscht, darunter die Frage, inwieweit das Abkommen den Kunden Sicherheit geben kann, wenn Steve Ballmer nur wenige Tage danach behauptet, Linux nutze geistiges Eigentum von Microsoft. Auch Matt Asay offeriert alternative Fragen wie »Wollen Sie, dass man eine Art Umsatzsteuer für jede freie Software, die man kauft, an Microsoft zahlen muss?«

Andere Beobachter verweisen auf die Petition von Bruce Perens, die mit über 2900 Unterzeichnern deutlich mehr Teilnehmer zu verzeichnen hat als die Umfrage. Bruce Perens stellt sogar in Frage, dass die Umfrage überhaupt reale Zahlen enthalte.

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Kommentare (Insgesamt: 37 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: Microsoft hat in einer selbst finanzierten Umf (Rumpelstielzchen, Fr, 15. Dezember 2006)
Re[2]: LBT (hutzlipochtli, Do, 14. Dezember 2006)
Re: Umfrage (Aufgeschlagenes Chemiebuch, Do, 14. Dezember 2006)
Re: Danke Pro-Linux... (spaetz, Do, 14. Dezember 2006)
Re: Äpfel und Birnen (spaetz, Do, 14. Dezember 2006)
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