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Mi, 2. Mai 2007, 14:04

Software::Distributionen::Solaris

Solaris vielleicht bald unter der GPL

Einem Bericht der BusinessWeek zufolge könnte Sun sein bereits unter der CDDL freigegebenes Betriebssystem Solaris auch unter die GPL stellen.

Sun

Die Freigabe von Solaris vor nunmehr bald zwei Jahren wurde zwar generell begrüßt, die Wahl von CDDL als Lizenz hingegen nicht. Zwar ist die CDDL eine freie Lizenz, aber nicht zur GPL kompatibel. Das verhindert, dass Code von Solaris in Linux übernommen werden kann, was möglicherweise auch Suns Absicht bei der Lizenzwahl war.

Nun will Suns Geschäftsführer Jonathan Schwartz anscheinend die Veröffentlichung von Solaris unter der GPL betreiben - ein Schritt, der Solaris entweder wieder mehr in den Mittelpunkt der Open-Source-Welt rücken oder den Wert des Systems von Sun drastisch reduzieren könnte. Sicher ist jedoch, dass Sun handeln muss, denn die Serververkäufe laufen schleppend, Umsatz und Gewinn stagnieren und die Aktie fiel um 22 Prozent seit Februar. Forderungen nach einer Massenentlassung zur Senkung der Kosten werden laut, doch Schwartz ist offenbar wenig geneigt, auf diese einzugehen. Stattdessen will er Solaris für die Kunden attraktiver machen. Seiner Meinung nach brachte der hohe Preis die meisten Kunden dazu, irgendwann zu Alternativen zu wechseln.

Möglicherweise wird auf der JavaOne-Konferenz von 8. bis 11. Mai eine Ankündigung hierzu erfolgen. Sollte Solaris tatsächlich unter die GPL gestellt werden, könnte sofort die Portierung der interessantesten Features von Solaris nach Linux beginnen. Dies beträfe insbesondere DTrace und ZFS. Nach der Fertigstellung der Portierung könnte Solaris dadurch weiter an Attraktivität und Wert verlieren. Doch einige Beobachter glauben, dass es für Solaris ohnehin zu spät sei. Solaris stehe hauptsächlich im Wettbewerb mit Linux, und während Solaris noch ein großes Ökosystem hinter sich hat, hat Linux bereits die kritische Masse, wenn man Jim Zemlin, dem Vorsitzenden der Linux Foundation, glauben darf.

Unklar ist zur Zeit, ob sich Schwartz mit seinem Ziel, das er bereits Anfang 2006 geäußert hat, überhaupt durchsetzen kann. Simon Phipps, der Leiter der Open-Source-Angelegenheiten bei Sun, denkt, dass eine Lizenzänderung ohne die Zustimmung der vielen Entwickler, die an OpenSolaris-Projekten arbeiten, nicht möglich sei.

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