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Di, 2. Oktober 2007, 15:02

Unternehmen

Microsoft-Abkommen fördert Linux-Absatz von Novell

Das Geschäft mit Linux-Systemen ist nach Angaben von Novell in den letzten drei Quartalen durch das Abkommen mit Microsoft stark gestiegen.

Wie der Marketing-Leiter des Linux-Distributors Novell, Justin Steinman, sagte, stieg der Umsatz mit Linux in den letzten drei Quartalen um 243 Prozent. Dies sei hauptsächlich dem Abkommen mit Microsoft zu verdanken, in dessen Rahmen Microsoft Lizenzen für Novells SUSE Linux Enterprise Server erworben hat, um sie an eigene Kunden abzugeben.

In den vergangenen drei Quartalen, den ersten drei Quartalen des Novell-Geschäftsjahres, summierte sich der Gesamtumsatz mit Linux auf 100 Mio. US-Dollar. Novell verzeichnete nach eigenen Angaben jedoch ein großes Interesse der Kunden und erwartet weiteres Wachstum in diesem Bereich.

Das Abkommen zwischen Microsoft und Novell enthält Punkte, die von Anfang an vor allem von Vertretern freier Software stark kritisiert wurden. Wichtigster Kritikpunkt war das Versprechen von Microsoft, nicht wegen Patentverletzungen zu klagen, das sich lediglich auf die Anwender der Linux-Distributionen von Novell beziehen sollte. Dies brachte die Free Software Foundation dazu, die mittlerweile veröffentlichte GPLv3 um eine Passage zu erweitern, die einen Patentschutz für einzelne Anwender automatisch auf alle Anwender ausdehnt, sofern die Software unter den Bedingungen der GPLv3 weitergegeben wird. Ein weiterer Kritikpunkt war die Unterstützung des MS-Office-Dateiformates OOXML durch Novell. Kritiker befürchten, dass dies Microsoft in eine bessere Position bringt, OOXML zum internationalen Standard erklären zu lassen. Gegner dieser Standardisierung wenden sich vor allem dagegen, dass damit ein zu ODF nahezu deckungsgleicher Standard entstehen würde, der zudem nicht vollständig offengelegt sei und technische Mängel aufweise.

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