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Mo, 26. Mai 2008, 10:12

Software::Büro

Südafrika legt Einspruch gegen OOXML-Standardisierung ein

Mit einem formalen Einspruch hat die Standardisierungsorganisation von Südafrika die Publikation von OOXML bei der ISO vorerst blockiert.

Der formale Protest der Standardisierungsorganisation von Südafrika (SABS) richtet sich gegen die Anerkennung von OOXML als ISO 29500 im Schnellverfahren. Die SABS hatte in diesem Verfahren gegen OOXML gestimmt, doch eine knappe Mehrheit war für OOXML - üblicherweise werden Standards aber durch Übereinkunft beschlossen und nicht durch Kampfabstimmungen. Auch die Umstände, unter denen der Beschluss zustande kam, waren fragwürdig.

Folgerichtig nimmt der Einspruch auch Bezug auf den Absatz 11.1.2 in den Richtlinien der ISO, in dem es heißt, dass ein Einspruch möglich ist, wenn eine Aktion der ISO prinzipielle Fragen aufwirft, dem Ansehen der ISO schaden könnte oder ein umstrittener Punkt eines Standardvorschlags in früheren Diskussionen den Komitees noch nicht bekannt war.

Die SABS kritisiert auch ausdrücklich die Tatsache, dass der Standard nicht durch Konsens zustande kam. Sorgen macht den Südafrikanern auch, dass »große internationale Organisationen« auf viele nationale Standardisierungsorganisationen Einfluss genommen haben.

Konkret nennt die SABS zwei Gründe, warum der Standardisierungsprozess von OOXML anzufechten sei. Zum einen wurde die Bearbeitung der Einsprüche gegen den Standard-Entwurf nicht regelgerecht durchgeführt. Ferner habe es die ISO versäumt, die endgültige Version des Standards und den Bericht der Tagung, die die Einsprüche abarbeiten sollte, binnen 30 Tagen nach dieser Tagung zu veröffentlichen.

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