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Do, 28. August 2008, 12:14

Software

Leba migriert auf Open-Source-Software

Seit Jahren ist die Stadtverwaltung Leba dabei, still und leise auf OpenOffice.org und andere freie Software zu migirieren.

Initiiert wurde die Migration von Radoslaw Czyzewski, seines Zeichens angestellter Informatiker der Stadtverwaltung Leba. Als die Rechner der Verwaltung in die Jahre gekommen waren und ersetzt werden mussten, stellte er fest, dass sein Vorgänger, sparsam und das Risiko nicht scheuend, auf fast allen eine Raubkopie der Bürosoftware eines namhaften Herstellers installiert hatte. Die vom Amt legal erworbene Software hatte lediglich eine Einzelplatzlizenz. Das sollte sich mit den neuen Rechnern ändern.

Die Migration ging so vonstatten, dass er als erstes die Sekretärin überzeugte. Diese war von ihrem neuen Rechner und der darauf installierten Software so begeistert, dass ihr die Unterschiede im Officepaket egal waren. Als es auch kaum Probleme mit den vorhandenen Dokumenten gab, führte Czyzewski seine Strategie fort und installierte auf allen neuen Rechnern freie Software. Zu den hauptsächlichen Problemen gehörte, die Mitarbeiter an die neue Software zu gewöhnen, was laut Czyzewski den Frauen im Amt leichter fiel.

Mittlerweile arbeiten 23 der 25 Mitarbeiter der Stadt mit freier Software, lediglich das Betriebssystem ihrer Bürorechner ist noch proprietär. Gemäß Czyzewski waren keine Schulungen der Mitarbeiter nötig. Auf diejenigen, welche Probleme hatten, ging er individuell ein. Im Amt arbeiten lediglich 25 Personen, so dass ein Informatiker ausreiche, um alle Probleme aus der Welt zu schaffen. Außer mit OpenOffice.org arbeitet die Stadtverwaltung Leba inzwischen auch mit Firefox und Thunderbird. Als Router dient ein Rechner mit IPCop, der Intranet-Server läuft mit Linux, Apache, MySQL und Samba.

In Polen migrieren immer mehr Städte und Gemeinden auf Open Source, um Kosten zu sparen. Seit 2007 setzt sich die Stiftung für freie und offene Software (FWiOO) in Zusammenarbeit mit jakilinux.org für die Verbreitung von Open Source Software ein. Neben Schulungen und Konferenzen führt die Stiftung mehrere Programme von längerer Dauer durch, unter anderem "Freie Software für Schulen" (WiOO w szkole) und "Freie Software für Polen" (WiOO w Polsce), innerhalb welcher Freiwillige die Schüler und Bürger über Open-Source-Software und deren Vorteile informieren.

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