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Do, 23. April 2009, 15:43

Software::Distributionen::Canonical

Ubuntu 9.04 freigegeben

Ubuntu 9.04 steht nach einer sechsmonatigen Entwicklungsphase unter dem Namen »Jaunty Jackalope« zum Download bereit.

Die Desktop-Ausgabe von Ubuntu 9.04 soll kürzere Startzeiten, im optimalen Fall 25 Sekunden, bringen. Suspend und Resume wurden verbessert, und der nahtlose Wechsel zwischen verschiedenen Netzen wie WLAN und 3G soll mit mehr Geräten als zuvor funktionieren. Das Dateisystem ext4 wird unterstützt. Ubuntu kommt mit der neuesten Version 2.26 von GNOME, die unter anderem ein neues CD/DVD-Brennprogramm und Funktionserweiterungen im Dateimanager Nautilus, im Groupware-Client Evolution, im Video-Player Totem und vielen anderen Komponenten bringt.

Weitere Neuerungen in Ubuntu 9.04 sind OpenOffice.org 3.0 und ein neues integriertes Benachrichtigungs-System, das die verschiedenen Methoden von Programmen, den Benutzer über Ereignisse zu informieren, in einer Weise vereinheitlicht, die den Benutzer nicht ablenken soll.

Laut Canonical ist Ubuntu 9.04 ein weiterer großer Schritt zur Benutzbarkeit für Benutzer ohne tiefe Computer-Kenntnisse und soll vielen weiteren Benutzern den Wechsel zu der offenen Plattform ermöglichen. Neben OpenOffice.org, das vollständig kompatibel zu MS Office sein soll und dabei über 200 US-Dollar Lizenzkosten spart, stehen auch beispielsweise Skype und Adobe Flash zur Verfügung.

Auf Ubuntu beruhen die Varianten Kubuntu, Xubuntu, Edubuntu, Mythbuntu und Ubuntu Studio. Kubuntu enthält KDE 4 in der neuen Version 4.2.2 und Qt 4.5 mit erweiterten Systemeinstellungen, verbessertem Plasma-Desktop, dem neuen IRC-Client Quassel, Amarok 2.0.2, Network-Manager Plasma Widget anstelle von KNetworkManager, KTorrent 3.2, Digikam 0.10 und besserer optischer Integration von GTK-Anwendungen.

Die Server-Edition enthält die bekannten Server-Anwendungen in den neuesten stabilen Versionen. Die Virtualisierung wurde mit der Aktualisierung von KVM verbessert. Der Samba-Server unterstützt Cluster, und ein Mailserver auf Basis von Postfix und Dovecot wird automatisch betriebsbereit eingerichtet. Die Server-Edition wurde für eine Reihe von Servern voll Dell, IBM, Sun und HP zertifiziert. Ubuntu steigt auch ins Cloud Computing ein und präsentiert eine Vorschau auf die Ubuntu Enterprise Cloud (UEC). Damit lässt sich ein Cloud-System auf den eigenen Rechnern aufsetzen, womit eine Abhängigkeit von externen Anbietern vermieden wird. Außerdem wird Ubuntu 9.04 Server als Option in der Elastic Compute Cloud (EC2) von Amazon zur Verfügung stehen.

Eine weitere Neuerung von Ubuntu 9.04 Server ist die verbesserte Integration zwischen der Groupware OpenChange und MS Exchange. Als weitere Vorschau-Optionen stehen das Advanced Message Queue Protocol (AMQP) mit Rabbit MQ und MySQL 5.1 bereit. Für die Server-Edition ist Support von Canonical erhältlich.

Der Ubuntu 9.04 Netbook Remix wird mit einer angepassten Oberfläche ausgeliefert, die einen schnellen Zugriff auf die wichtigsten Anwendungen und Webseiten bieten soll. Die Energieverwaltung wurde weiter verbessert. Erstmals steht der Netbook Remix als direkt auf USB-Sticks kopierbare Version bereit. Unterstützte Geräte sind unter anderem Acer Aspire One, Asus EeePC 1000 und Dell Mini 9.

Ubuntu 9.04 »Jaunty Jackalope« enthält einen Kernel auf Basis von Linux 2.6.28.8 und wird 18 Monate mit Updates unterstützt. Ein Update von der letzten Version 8.10 auf »Jaunty Jackalope« ist möglich. Informationen über potentielle Probleme und Fallstricke geben die Release Notes.

Ubuntu 9.04 kann von einer Reihe von Spiegelservern heruntergeladen werden. Es stehen Installations-CDs für die Architekturen x86 und x86_64 bereit, dazu Installations-CDs für eine textbasierte oder Server-Installation. Desweiteren ist eine Installation in Windows mit dem Wubi-Installer möglich. Der Download über BitTorrent wird empfohlen.

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