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Mo, 18. Mai 2009, 13:01

Software::Systemverwaltung

Ende einer Odyssee: Creative X-Fi-Treiber in Alsa

Knapp vier Jahre nach der ursprünglichen Ankündigung und zahlreiche Testversionen später unterstützt die Advanced Linux Sound Architecture (Alsa) nun auch Creative X-Fi-Chipsätze.

Als eine leichte Geburt kann die Freigabe der X-Fi-Treiber für Linux nicht bezeichnet werden. Nachdem Creative bereits im Mai 2005 einen Audioprozessor mit dem Namen Xtreme Fidelity (X-Fi) vorgestellt hatte, war auch unter Linux das Interesse an dem neuen Produkt groß. Entgegen der Hoffnungen vieler Anwender ließ sich der Hersteller mit der Entwicklung von Treibern für das freie Betriebssystem eine Menge Zeit.

Über ein Jahr nach der Freigabe des Chips kündigte Creative an, die Freigabe von proprietären Treibern im zweiten Quartal 2007 anzustreben. Mit einer freien Variante der Treiber war bis auf Weiteres nicht zu rechnen, denn wie ein Teilnehmer im Forum von Creative schrieb, weigerte sich der Hersteller, die Spezifikation des Chips zu veröffentlichen, und setzte statt dessen auf eigene Treiber.

Es sollte ein weiteres Jahr verstreichen, bis Creative schlussendlich im September 2007 einen ersten proprietären Treiber für das Produkt vorstellte. Das Paket enthielt, wie auch bei proprietären Treibern anderer Hersteller üblich, ein kleines Skript, das ein Anpassungsmodul passend zum eingesetzten System erstellte. Die Unterstützung des Systems war allerdings mehr als verbesserungswürdig. So versetzte neben der Limitierung auf die x86-64-Architektur auch die eingeschränkte Funktionalität viele Anwender in Rage. Auch die später veröffentlichte korrigierte Fassung der Treiber konnte nicht überzeugen.

Ein erster Lichtblick, doch noch in den Genuss von stabilen Treibern zu gelangen, erreichte die Anwender Anfang November 2008, als Creative die Freigabe von quelloffenen Gerätetreibern für X-Fi veröffentlichte. Das Paket unterstützte sowohl die 32- als auch die 64-Bit-Architekturen. Es sollte allerdings noch ein halbes Jahr dauern, bis Alsa die freien Treiber in die Distribution aufnehmen konnte.

Wie nun Takashi Iwai an die Liste der freien Sound-Architektur schreibt, erhielt das Projekt letzte Woche die Freigabe, X-Fi offiziell in das System aufnehmen zu dürfen. Nach Angaben von Iwai lieferte der Hersteller dem Team einen Satz von bereinigten Treibern, die ab sofort im Repositorium des Projektes gefunden werden können. Der unter dem Namen »snd-ctxfi« implementierte Treiber wird den alten X-Fi-Treiber von Iwai ersetzen, der nach Angaben des Entwicklers nie den Status eines »Hacks« verlassen konnte.

»snd-ctxfi« soll nach einer erfolgreichen Testphase in das Haupt-Repositorium von Alsa übernommen werden. Der Entwickler rechnet damit, dass der Treiber bereits im kommenden Kernel enthalten sein könnte.

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