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Mi, 27. Mai 2009, 09:50

Gesellschaft::Politik/Recht

Microsoft-Lizenzabkommen sorgt für Ärger in Rumänien

Die sich allmählich herausbildende freie Softwarebewegung in Rumänien kritisiert den erneuerten Rahmenvertrag für proprietäre Software heftig.

Die rumänische Regierung hatte Mitte Mai die Erneuerung des Lizenz-Rahmenvertrags mit Microsoft bekannt gegeben, in dem der Staat zwischen 2010 und 2012 umgerechnet 100 Mio. Euro für die Software der Verwaltung ausgeben will. Daneben werden noch in diesem Jahr 58 Mio. Euro an Microsoft fällig als letzte Zahlung im Rahmen des Ende 2009 auslaufenden Vertrags. Weitere 300 Millionen Euro will der Staat für Hardware und Microsoft-Software für die Schulen und Hochschulen des Landes ausgeben.

Auf der fünf Tage nach der Bekanntgabe abgehaltenen dritten nationalen Open-Source-Konferenz »eLiberatica« kritisierte einer der Organisatoren, Lucian Savluc, diese Ausgaben heftig. Die Regierung habe jeden Blick für die Realität verloren. Er hoffe, dass die EU gegen dieses Geschäft einschreite, da es nicht im Interesse der Bürger sei.

Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe (FSFE), war auf der Konferenz als Redner anwesend. Auch er kritisierte das Abkommen. Es sei verantwortungslos und gefährde das wirtschaftliche Wachstum des Landes, indem es seine Abhängigkeit von proprietärer Software erhöhe. Damit würden Gelder verschwendet, die besser anderweitig genutzt würden, beispielsweise zur Verbesserung der Infrastruktur.

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