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Di, 9. Juni 2009, 14:01

Software::Desktop::KDE

KDE für Windows soll fortgesetzt werden

Trotz des Weggangs eines wichtigen Entwicklers bekräftigt das Projekt »KDE für Windows«, weiterhin an der Idee festhalten zu wollen, KDE-Applikationen auch unter Windows anzubieten.

Wie Patrick »SaroEngels« Spendrin auf der offiziellen Seite des KDE-Projektes berichtet, ist der Weggang von Christian Ehrlicher ein Verlust für das Projekt. Das eigentliche Projekt ist allerdings von einem Untergang oder gar einer Einstellung weit entfernt. Spendrin bekräftigt, dass die Windows-Portierung kein Ein-Mann-Projekt sei und die anderen Entwickler entschlossen seien, die Arbeit an KDE für Windows weiterzuführen. Laut dem Entwickler schadet es dem Projekt, den Weggang eines Entwicklers zum Stopp des kompletten Ports zu stilisieren.

Zuvor widersprach auch Klarälvdalens Datakonsult AB (KDAB) dem Vorwurf, die beteiligten Unternehmen täten zu wenig für die Entwicklung von KDE für Windows. Wie Till Adam auf der KDE-Entwicklerseite schreibt, war auch KDAB bestrebt, ein automatisches Build zu erstellen. Durch die Änderungen an der Basis, wie auch Ehrlicher zugibt, war es allerdings auch den kommerziellen Entwicklern nicht möglich, eine sinnvolle Methodik einer automatischen Generierung von KDE für Windows herzustellen. Das Unternehmen selbst arbeitet allerdings immer noch an diesem Ziel.

Die Problematik der Distribution von KDE für Windows ist auch KDAB bekannt. Das Unternehmen, bedingt durch den Fokus auf den Unternehmens-Bereich, war deshalb gezwungen, andere Wege zu gehen. Wie auch bei der Entwicklung der Linux-Distributionen muss sich KDAB von den offiziellen Veröffentlichungen des KDE-Projektes lösen und auf eine stabile Version aufbauen, die in den Lieferumfang des kommerziellen Produktes einfließen wird. Grund hierfür sind unter anderem interne Veröffentlichungen des Unternehmens und Wünsche des Kunden. Dabei beteuert Adam, nie Code für sich behalten und immer, auf täglicher Basis, zurück an das Projekt geliefert haben.

Auch andere Entwickler nehmen KDAB in Schutz. Wie Sebastian Kügler, Vorstandsmitglied des KDE e.V. und Mitglied des Release-Teams, im Kommentarbereich von Pro-Linux schrieb, sei KDAB eine der Firmen, die hervorragend mit KDE zusammenarbeiten. Auch Kügler bestätigt, dass das Unternehmen teilweise direkt im SVN des Projektes arbeitet und dafür sorgt, dass die Arbeit auch von dem Projekt übernommen werden kann.

Sowohl Spendrin wie auch Adam bedauern den Rückzug von Ehrlicher aus dem KDE für Windows-Projekt und hoffen auf seine Rückkehr. Die Vorkommnisse seien ein »großes Missverständnis« (Spendrin). Auch andere Mitarbeiter und Nutzer seien eingeladen, sich der Entwicklung anzuschließen - sei es durch Tests, Meldungen oder durch eine direkte Beteiligung - um KDE für Windows »noch besser zu machen«.

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