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Di, 21. Juli 2009, 13:11

Software::Systemverwaltung

Microsoft veröffentlicht freie Hyper-V-Treiber für Linux

Microsoft hat freie Treiber veröffentlicht, die Linux als Gastsystem unter dem Virtualisierungssystem Hyper-V schneller machen.

Wie der Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman mitteilte, werden die Treiber, die unter der GPLv2 publiziert wurden, in Kürze in den Kernel aufgenommen. Sie werden zunächst im Bereich »staging« liegen, wo sie voraussichtlich untersucht und verbessert werden, um zu einem späteren Zeitpunkt in den stabilen Teil des Kernels zu wandern. Nach der Einschätzung von Kroah-Hartman ist noch eine Menge Arbeit zu leisten, um die Qualität der Treiber akzeptabel zu machen. Er will zusammen mit Hank Janssen von Microsoft diese Arbeit leisten.

Hyper-V ist ein Hypervisor von Microsoft. Unter diesem Hostsystem können virtuelle Maschinen als Gastsysteme laufen, darunter auch Linux. Ohne spezifische Treiber kann die Geschwindigkeit unter einem Hypervisor allerdings nicht optimal sein. Die von Microsoft beigesteuerten Treiber beseitigen dieses Problem analog zu Treibern für VMware, KVM oder Xen DomU.

Wie Kroah-Hartman in seinem Blog anmerkt, war die Veröffentlichung das Ergebnis von längeren Verhandlungen, die er mit Microsoft führte. Das Unternehmen veröffentlichte die Treiber schließlich unter der GPLv2, weil es in den Treibern Kernel-Code nutzt und daher an diese Lizenz gebunden ist. Mit der Verwendung der GPLv2 ist eine implizite Patentlizenz verbunden, die von manchen als genauso wirksam eingeschätzt wird wie die explizit erforderliche Patentlizenz in der GPLv3. Eine Klage von Microsoft wegen der Nutzung von Patenten zur Virtualisierung sollte damit ausgeschlossen sein.

Der Kernel-Entwickler Steve Hemminger erläutert in seinem Blog, dass der Treiber von Microsoft ursprünglich eine Mischung aus GPL- und proprietärem Code enthielt, was eine Verletzung der GPL darstellte. Das Problem wurde hinter den Kulissen gelöst, was nun zur Freigabe des ganzen Treibers unter der GPLv2 führte.

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