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Di, 20. Oktober 2009, 11:33

Software::Distributionen::Debian

Freeze für Debian 6.0 im März 2010 geplant

Das Veröffentlichungsteam von Debian hat den März 2010 als Termin für das Einfrieren der nächsten Version der Distribution vorgeschlagen.

Im Namen des Veröffentlichungsteams hat Luk Claes diesen Termin vorgeschlagen, nachdem intensiv darüber diskutiert wurde. Ursprünglich hatte das Team den Dezember als Freeze-Termin verkündet, was auf den Veröffentlichungstermin der kommenden Ubuntu-Version 10.04 LTS abgestimmt war. Kurz danach wurde dies jedoch mehr oder weniger zurückgezogen, nachdem eine Mehrheit der Entwickler keine Bereitschaft zeigte, zugunsten eines früheren Veröffentlichungs- bzw. Freeze-Termins Abstriche bei den geplanten Neuerungen von Debian 6.0 zu machen.

Um dem Rechnung zu tragen, schlägt das Team nun den März 2010 als Termin für das Einfrieren des Standes von Debian Testing vor. Dies würde zur Veröffentlichung von Debian 6.0 »Squeeze« einige Monate später führen. Erfahrungsgemäß dürfte der Freeze mindestens vier Monate dauern - bei Debian 5.0 »Lenny« waren es sieben Monate. Die Entwickler sind angehalten, sich verstärkt den zahlreichen noch offenen Fehlern zu widmen, damit der Termin eingehalten werden kann.

Der Kernel für Debian 6.0 wird voraussichtlich Linux 2.6.32 sein. Das geht aus einer Mitteilung des Debian-Kernel-Teams hervor. Das Team hat sich anlässlich der gerade beendeten Linux Plumbers Conference in Portland getroffen und konnte sich dabei auch mit den Kernel-Entwicklern abstimmen. Von dieser Konferenz gibt es auch einen längeren Bericht.

Die Trennung proprietärer Firmware vom restlichen Kernel bleibt ein wichtiges Ziel. Die noch junge Funktion der Grafikmodus-Umschaltung im Kernel (Kernel Mode Setting, KMS) wird Bestandteil des Debian-Kernels sein, aber standardmäßig nicht verwendet. Die Pakete für X.org können KMS nach Bedarf einschalten.

Bezüglich vier großer Erweiterungen, die nicht Bestandteil des offiziellen Linux-Kernels sind, wurde eine Entscheidung getroffen. OpenVZ, eine effiziente Kernel-Virtualisierung, wird mit Hilfe der OpenVZ-Entwickler weiter gepflegt. Die Echtzeit-Patches werden als nicht einsatzbereit angesehen und nicht aufgenommen. VServer, eine andere Kernel-Virtualisierung, wird in Debian 6.0 als obsolet markiert, es soll eine Migration auf Linux-Container untersucht werden. Xen Dom0, also der Host-Teil des Hypervisors Xen, wird voraussichtlich aufgenommen, in den Versionen nach Debian 6.0 jedoch nicht mehr.

Der Wechsel von den IDE-Treibern zu libata wird mit Hilfe der Ubuntu-Entwickler stattfinden, die diese Änderung in Ubuntu bereits vollzogen haben. Der Debian-Kernel wird Präemption unterstützen, um eine bessere Interaktivität für Desktop-Systeme zu erreichen. Die obsoleten OSS-Soundtreiber werden verschwinden, eine Kompatibilitäts-Schnittstelle wird an ihre Stelle treten.

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