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Do, 22. Oktober 2009, 13:00

Software::Kernel

Symbian öffnet Kernel für Entwickler

Früher als geplant hat der Hersteller Symbian seinen Microkernel unter die Eclipse Public License (EPL) gestellt und der Allgemeinheit eine SDK zum Download bereit gestellt.

Über ein Jahr ist es her, dass der Plan für ein quelloffenes Symbian bekannt gegeben wurde. Mit der Freigabe des Symbian-Sicherheitspakets im Sommer dieses Jahres legte das Unternehmen einen ersten Grundstein für die Öffnung der Plattform. Schon damals kündigten die Verantwortlichen an, als nächstes etwas freigeben zu wollen, dass die Diskussion anrege, die Entwicklung fördere und dazu beitrage, dass Symbian unter gleichen Bedingungen gegen andere quelloffene Plattformen antreten kann. »Kein Zweifel, das muss der Symbian-Kernel sein«, schrieb Symbian Chief Architect Daniel Rubio im Blog der Symbian Foundation. Als Zeithorizont nannte Rubio drei Monate. Weitere Teile sollten erst im Laufe des kommenden Jahres folgen.

Früher als ursprünglich geplant gab der Hersteller nun die Freigebe des Microkernels unter den Bedingungen der Eclipse Public License (EPL) bekannt. Damit ist Symbian laut eigenen Aussagen neu Monate früher fertig als gedacht. Als Grund für die zügige Veröffentlichung nennt Symbian unter anderem das massive Engagement von Partnern wie Accenture, ARM, Nokia und Texas Instruments.

Neben dem eigentlichen Kernel stehen diverse Werkzeuge, unter anderem ARMs RVCT4.0-Compiler, zum Download bereit. Darüber hinaus gab das Unternehmen für alle Einzelentwickler und kleinere Unternehmen eine auf QEMU beruhende Simulationsumgebung frei, die das Testen von Eigenentwicklungen erleichtern soll. Insgesamt hat das Unternehmen 16 der 134 Symbian-Pakete im Quellcode freigegeben.

Wie das Unternehmen in seinem Blog bekannt gab, verbrachte es die meiste Zeit nicht mit der Änderung von Lizenzen, sondern mit der Erstellung der Entwicklungsumgebung samt eines ARM-Simulators, sowie der Entwicklung eines Ports für ein preiswertes Beagleboard. Als nächstes soll nun eine vollständige Unterstützung für GCC, ARMv7 samt Thumb2 und Neon folgen.

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