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Do, 5. November 2009, 12:07

Hardware::Netbooks

Neue OLPC-Generation mit ARM-Prozessor

Die geplante neue OLPC-Generation XO-2 wurde abgesagt, stattdessen soll es ein »XO-1.75« mit ARM-Prozessor geben.

Die Wirrungen um das IT-Entwicklungshilfe-Projekt OLPC (One Laptop Per Child) reißen nicht ab. Im Januar dieses Jahres musste das Projekt 32 Mitarbeiter entlassen, doch die Planungen für ein Nachfolgemodell des ersten XO-Laptops gingen weiter. Ende Januar hatte Nicolas Negroponte, der Gründer des Projekts, angekündigt, dass das Modell XO-2 binnen 18 Monaten entwickelt werden sollte. Diese zweite Generation des Laptops sollte zwei Touchscreens erhalten, als Open-Source-Projekt auch bei der Hardware-Entwicklung geführt werden und einen Preis von 75 US-Dollar anpeilen.

In einem aktuellen Interview erklärt Nicolas Negroponte nun, dass XO-2 durch XO-1.75 ersetzt wird. XO-1.75 wird keine Elemente von XO-2 haben. Stattdessen wird es das gleiche Design wie die erste Laptop-Generation nutzen, aber mit einem ARM-Prozessor laufen; bisher wurde ein x86-kompatibler AMD-Prozessor eingesetzt. Ein Nachfolgemodell XO-3 ist in Planung. Dieses soll offenbar die Technik und das Preisziel des XO-2 aufweisen, sich aber auf einen einzelnen Bildschirm beschränken und 2012 fertig sein.

Die OLPC-Organisation wird zur Zeit umstrukturiert. Laut Negroponte wird die OLPC-Stiftung von der OLPC-Assoziation getrennt und die Abkürzung OLPC wird auf Kleinschreibung geändert. Die Assoziation ist die Organisation, die die Geräte entwickelt, während die Stiftung sich der Bildung und humanitären Zielen widmet. Beide arbeiten nicht gewinnorientiert. Die Bedienoberfläche Sugar wurde schon zuvor in ein separates Projekt ausgelagert, was laut Negroponte schon früher hätte erfolgen sollen.

Während frühe Visionen des Laptops auf bis zu hundert Millionen Exemplare weltweit hofften, spricht Negroponte inzwischen nicht mehr von großen Stückzahlen. Etwa 1,1 Millionen Geräte dürfte bisher produziert worden sein, Bestellungen für bis zu 700.000 weitere liegen vor. Auf eine weitere Million kommt es laut Negroponte nicht an. Wichtig sei, dass sich die Idee etabliert habe.

Nach wie vor wird das Projekt jedoch kontrovers beurteilt. Immerhin gab es jüngst einen Erfolg für OLPC zu vermelden, nachdem es zuvor immer wieder Rückschläge gab. Das Internet Archive ermöglicht allen OLPC-Benutzern den kostenlosen Zugang zu allen 1,6 Millionen bisher digitalisierten Büchern.

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