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Mo, 9. November 2009, 13:01

Gesellschaft::Politik/Recht

Firefox als Open-Source-Vorreiter bei Marketing und Strategie

Pünktlich zu seinem fünften Geburtstag kann Mozillas Open-Source-Browser Firefox neue Rekordwerte verbuchen.

Laut dem Webanalyse-Tool StatCounter kommt Microsofts größter Browser-Konkurrent in Europa bereits auf über 32 Prozent Marktanteil. Der Marktanteil des Microsoft Explorer liege dagegen bei 57 Prozentpunkten. In Deutschland sollen gar fast zwei Drittel aller Benutzer mit Firefox im Web unterwegs sein. Das Produkt aus dem Hause Microsoft kommt hier laut StatCounter auf nicht einmal 30 Prozent. In absoluten Zahlen steht der Browser derzeit bei 1,12 Mrd. Downloads und 330 Mio. tatsächlichen Nutzern.

Ob die Schlacht für Mozilla bereits erfolgreich geschlagen ist, bleibt allerdings noch abzuwarten. Neben Google und Apple arbeitet auch Microsoft auf Hochtouren, um die Web-Gemeinschaft vom eigenen Browser zu überzeugen. »Windows 7 wird den Verkauf neuer PCs ankurbeln. Für Microsoft könnte das eine Chance sein, dass verlorene User sich aus Neugier wieder einmal mit dem Internet Explorer auseinandersetzen«, so Vince Vizzaccaro, Executive Vice President von Net Applications, im Gespräch mit pressetext. »Mozillas Erfolg ist angesichts der Ausgangslage in der Tat überraschend. Der Internet Explorer hatte fast 100 Prozent Marktanteil und den Vorteil, als Standardbrowser auf allen Windows-PCs vorinstalliert zu sein. Für Safari gilt dasselbe auf allen Apple-Geräten und Opera hatte zumindest einen Innovationsvorsprung«.

Die Zielstrebigkeit des Projekts führt Matthias Bärwolff vom Bereich Informatik und Gesellschaft der TU Berlin auf die straffe Organisation Mozillas und die strengen Markenrichtlinien zurück, die in der Open-Source-Gemeinschaft jedoch nicht ganz unumstritten sind. Im Jahr 2006 etwa führte die rigorose Markenpolitik Mozillas zum Streit mit der Debian-Gemeinschaft, die einen adaptierten Firefox-Browser für die Linux-Distribution vorgesehen hatte. Da Mozilla Einwände gegen die Verwendung der Firefox-Marke anführte, mussten die Debian-Entwickler schließlich klein beigeben und den Namen des Browsers ändern. (pte/demon)

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