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Di, 4. Mai 2010, 13:55

Software::Web

Miguel de Icaza für .NET-Umgebung in Browsern

Nach Ansicht von Mono-Gründer Miguel de Icaza würde eine fest in die Webbrowser integrierte .NET-Umgebung das Programmieren von Clients wesentlich vereinfachen.

Icaza bezieht sich in seinem Blog auf Tweets von Joe Hewitt, der sich über die mangelhaften Möglichkeiten beklagt, aktuell Client-Anwendungen im Browser zu schreiben. Für Client-Code steht der ECMA-Standard ECMAScript (eine Teilmenge von JavaScript) zur Verfügung, erst wenn man Plugins verwendet, bieten sich mehr Möglichkeiten. Dass Plugins allerdings nur eine zweitklassige Möglichkeit sind, Anwendungen zu schreiben, dürfte schon wegen der Notwendigkeit, die Plugins erst einmal zu installieren, klar sein. Zudem ist die Interaktion der Plugins mit dem Browser stark eingeschränkt, laut Icaza auf etwa 20 Funktionen.

Wäre nun die .NET-Laufzeitumgebung CLI anstelle oder parallel zu ECMAScript vorhanden, so könnte man die ganze Vielfalt der Programmiersprachen nutzen, die unter CLI laufen. De Icaza zeigt sich begeistert von dieser Idee und bedauert, dass er nicht selbst darauf gekommen ist. Als Plugin, mit den erwähnten Einschränkungen, ist CLI bereits jetzt nutzbar.

De Icaza will mit einem solchen Ansatz experimentieren, der zumindest zwei Ziele haben könnte. Zum einen wären neue Programmiersprachen möglich, wobei mit statisch typisierten Sprachen eine weit höhere Geschwindigkeit als heute mit JavaScript erreicht werden könnte. Zum anderen wäre ein sicherer Mechanismus vorhanden, um den Browser zu erweitern. Er schlägt Firefox oder Chrome als Plattform für erste Experimente vor.

Programme, die CLI nutzen, könnten wie schon bei JavaScript direkt in den HTML-Code eingebettet oder von separaten URLs nachgeladen werden. Sogar binäre Blobs wären möglich, womit das Compilieren im Browser entfallen würde. Laut Icaza ist es mit Code-Inspektion möglich, den Quellcode solcher Binärdateien anzusehen. Dessen Lesbarkeit wäre nicht schlechter als die von heutigen komprimierten JavaScript-Bibliotheken.

Der CLI-Code würde wie JavaScript in einer Sandbox im Browser ablaufen. Das Sicherheitsmodell von CLI, das zwischen vertrauenswürdigem und nicht vertrauenswürdigem Code unterscheidet, ist laut Icaza allerdings besser, wie man an Silverlight sehen könne. Man könne vertrauenswürdigem Code sogar Zugriff auf bestimmte Hardware des Clients geben (beispielsweise Mikrofon und Kamera), während der restliche Code nur über sichere Gateways darauf zugreifen könne.

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