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Do, 28. Oktober 2010, 10:19

Gesellschaft::Politik/Recht

Eigene Software statt Windows: Russland will frei sein

Russland hat die Finanzierung seines »nationalen Betriebssystems« auf Linux-Basis gesichert, mit dem sich das Land von ausländischen Softwareherstellern wirtschaftlich und technologisch unabhängig machen möchte. Neben dem Betriebssystem sollen auch eigene Anwendungen entwickelt werden.

Die russische Idee des »Nationalen Betriebssystems« ist bereits seit circa zwei Jahren im Gespräch. Nachdem im letzten Jahr die IT-Technik aller staatlichen Schulen auf Linux migriert wurde, will der Staat nun ein Betriebssystem entwickeln, das ganz seinen Vorstellungen entspricht. Zu diesem Zweck erwarb die dem Staat gehörige Firma Sirius, die staatliche Behörden mit IT-Technologie beliefert, Mitte des Jahres eine Sperrminorität an der Aktiengesellschaft Alt Linux.

Wie die Tageszeitung Wedomosti gestern berichtete, stellt die Regierung in den nächsten drei Jahren 490 Millionen Rubel bereit, 2011 sollen bereits 161 Mio. Rubel in das Projekt fließen. Das auf Linux basierende Betriebssystem soll an die Bedürfnisse verschiedener staatlicher Stellen angepasst werden, verschiedene Kompetenzzentren sollen die Anwender später unterstützen. Als Basis wird voraussichtlich die russische Distribution Alt Linux dienen, die laut Aleksej Smirnow, Teilhaber und Generaldirektor des Unternehmens Alt Linux, in China entwickelt wird.

Das nationale Betriebssystem ist nicht das einzige Projekt, mit dem Russland seine technologische und wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Ausland sicherstellen möchte. Das Land plant auch eine eigene Suchmaschine für Behörden und arbeitet am Satellitennavigationssystem Glonass.

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