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Fr, 28. Januar 2011, 11:03

Gesellschaft

Helsinki evaluiert Open-Source-Desktop

Die Stadtverwaltung der finnischen Hauptstadt Helsinki hat ein Pilotprojekt in Angriff genommen, mit dessen Hilfe geprüft werden soll, ob sich der Einsatz eines Open-Source-Desktops für die Stadt lohnt.

Den Anstoß zu den Überlegungen gab das grüne Stadtratsmitglied Johanna Sumuvuori, indem sie fragte, ob sich innerhalb der Stadtverwaltung mehr freie Software verwenden ließe, wobei sie vom restlichen Stadtrat unterstützt wurde. Nachdem sie mit den Antworten der Oberhäupter der Verwaltung nicht zufrieden war, legte sie im Oktober nach und schlug vor, dass die Stadt ein Pilotprogramm starten solle, um sich näher mit freier Software auseinanderzusetzen. Dem Vorschlag stimmten 60 der 85 Stadträte zu, so dass daraus ein Beschluss wurde.

»Wir wollen, dass die Stadt Erfahrung mit freier Software sammelt und so herausfindet, ob sie sie nutzen kann, zum Beispiel, um Geld zu sparen. Jahr für Jahr verschwendet die Stadt mehr Geld für proprietäre Lizenzen«, so Sumuvuori. Mit ihrem Beschluss verwiesen die Stadtverordneten auf andere finnische Verwaltungen und Behörden, die bereits freie Software einsetzen. Das Verteidigungsministerium nutzt z.B. seit Jahren Linux und freie Software, um eigene Anwendungen zu entwickeln. Auch im Gerichtswesen sind Open-Source-Anwendungen anzutreffen. »Viele Schulen sind bereits auf freie Software migriert und in der Stadt Lappeenranta haben sie bestätigt, dass sich so bis zu 70 Prozent des schulischen IT-Budgets einsparen lassen.«

Da ein Wechsel zu freier Software den städtischen Haushalt spürbar entlasten könnte, soll Helsinki seine jährlichen Ausgaben für proprietäre Lizenzen überdenken und herausfinden, welches Potential ein Wechsel auf freie Software birgt. Es sei auch zu bedenken, dass ein Wechsel auf freie Büroprogramme schneller als eine komplette Migration auf einen Open-Source-Desktop vollzogen werden könne, so die Stadträte.

Das Pilotprojekt steckt noch in der Planungsphase, die IT-Verantwortlichen der Stadt haben gerade mit den Vorbereitungen begonnen, um den Wünschen der Stadträte nachzukommen. Die Stadtverwaltung setzt momentan ca. 20.000 PCs ein.

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