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Di, 23. Mai 2000, 23:08

Hardware

Linux-Supercomputer durchbricht Preisbarriere

Ein innovativer Computer der Universität von Kentucky macht es erstmals möglich, die Anschaffungskosten pro GFLOPS (Milliarden Gleitkommaoperationen pro Sekunde) auf unter 1000 Dollar zu drücken.

Während konventionelle Supercomputer bei etwa 10000 Dollar/GFLOPS und Beowulf-Cluster bei etwa 3000 Dollar/GFLOPS liegen, kostete der neue Rechner nur 650 Dollar/GFLOPS. Die Kosten betrugen insgesamt nur etwa 28000 Dollar. Dazu zählen auch das Mineralwasser und die Pizzas, die die studentischen Helfer während des Aufbaus verzehrten. Dazu kommen die Prozessoren im Wert von 13000 Dollar, die von AMD gestiftet wurden. Aus der Summe von 41200$ und der gemessenen Leistung von 64 GFLOPS, die bei einer offziellen Messung Platz 150 in der Liste der 500 schnellsten Supercomputer bedeutet hätte, ergibt sich der genannte Preis.

Der Rechner selbst ist ein Cluster aus 64 handelsüblichen PCs, ausgestattet mit AMDs Athlon-CPUs (700 MHz). Der Cluster ist insofern einem Beowulf-Cluster ähnlich. Im Gegensatz zu Beowulf kam hier aber eine neue Netzwerktechnik zum Einsatz: statt teure Gigabit-Netze zu verwenden, wurden billige 100 Mbit/s-Netzwerke in einer neuen Konfiguration zusammengeschaltet, die man als "flache Nachbarschaft" bezeichnet. Jeder Rechner hat 4 Netzwerkkarten, und die Verkabelung zwischen den Rechnern wurde mit Hilfe eines genetischen Algorithmus berechnet (der noch weiter verbessert werden soll).

Die Software für den Cluster ist speziell auf die Athlon-CPUs zugeschnitten. Durch Ausnutzung der 3DNow!-Einheit werden 32-bit Vektoroperationen besonders schnell ausgeführt. Auf jedem einzelnen Rechner läuft ein Linux-System, bisher offenbar ohne jede Probleme.

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