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Di, 19. Juli 2011, 12:10

Software::Systemverwaltung

Systemd will redundante Konfigurationsdateien beseitigen

In der neuesten Ausgabe seiner Artikelserie »Systemd for Administrators« beschreibt Lennart Pöttering, wie Systemd die Konfigurationsdateien unterschiedlicher Distributionen weiter vereinheitlichen kann.

Der neueste Artikel des Systemd-Initiators Lennart Pöttering enthält viel persönliche Meinung. Viele Distributionen benutzen Konfigurationsdateien in den Verzeichnissen /etc/sysconfig oder /etc/default, um systemspezifische Einstellungen zu speichern. Die Einstellungen sind sehr uneinheitlich, selbst innerhalb der Distributionen, und bestehen meist, aber nicht immer, aus Shell-kompatiblen Variablenzuweisungen. Für Pöttering wäre es von Vorteil und würde zur Vereinheitlichung der Distributionen beitragen, wenn diese Dateien verschwinden würden.

Seiner ausführlichen Analyse zufolge enthalten diese Dateien Optionen für Daemons und diverse andere Dinge, die nicht alle davon für das Booten nötig sind. Aus seiner Sicht entstanden diese Dateien dadurch, dass die Init-Skripte immer komplexer wurden und mittlerweile geradezu Programme darstellen, die vom Administrator nicht geändert werden sollten. Konfigurierbare Elemente wurden daher nach /etc/sysconfig oder /etc/default ausgelagert.

Nach Meinung Pötterings haben diese Dateien alle Nachteile von Shell-Skripten. Daneben enthalten sie vielfach Optionen, die eigentlich nicht nötig wären, da sie entweder redundant sind oder ihre Änderung kaum sinnvoll ist. Auch wenn Pöttering in einigen Punkten widersprochen werden kann, so hat er wohl recht damit, dass bei der Verwendung von Systemd auf die meisten davon ersatzlos verzichtet werden kann. Systemd bietet über seine Unit-Dateien genug Möglichkeiten, äquivalente Einstellungen vorzunehmen, und dabei ohne jeden Programmcode auszukommen. Zu weit geht allerdings seine Forderung, auf die Dateien ganz zu verzichten, denn die meisten Distributionen werden weiterhin auf andere Init-Systeme als Systemd setzen oder sich zumindest die Option dafür offenhalten.

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