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Mo, 19. September 2011, 09:50

Gesellschaft::Politik/Recht

Schweizer Politiker zu freier Software befragt

Im Rahmen der im Oktober 2011 stattfindenden National- und Städteratswahlen in der Schweiz hat die Zürcher Fellowship-Gruppe eine Politikerbefragung zum Thema freie Software durchgeführt.

Gefragt wurde unter anderem, ob bei der Kommunikation mit öffentlichen Trägern offene Dokumentenformate zum Austausch verwendet werden sollten. Hier waren sich nahezu alle Befragten einig und befürworteten offene Standards. Die Grünliberale Partei Basel-Stadt vertritt gar die Meinung, dass eine Kommunikation mit dem Staat »auf allen Ebenen diskriminierungsfrei erfolgen« solle. Das gilt auch für die Verwendung von Softwareprodukten.

Bei der Frage, ob Software, die von staatlichen Stellen genutzt oder entwickelt wird, unter einer freien Lizenz stehen sollte, gab es unterschiedliche Meinungen. Während die Grünen und die sozialdemokratischen Parteien sowie die Piratenpartei geschlossen für eine Offenlegung der Quellen votieren, sieht die Sachlage bei Parteien, die eine liberale oder rechts-populistische Grundhaltung haben, unterschiedlich aus. Während die liberalen Parteien sich für die Rechte der Unternehmen stark machen, vertritt die SVP die Meinung, dass der Bürger keinen Mehrwert hätte, wenn er freien Zugriff »auf den Quelltext einer SAP hätte«.

Hingegen sprachen sich viele der Befragten dafür aus, in Schulen und Kindergärten plattformunabhängige und freie Software einzusetzen. Doch auch die Frage, ob die Schule, Kinder und Elternhaus nicht in der Wahl ihrer Hard- und Software einschränken darf, stieß auf eine klare Linie. Hier vertraten alle Parteien die Meinung, dass die Schule keinen Einfluss darauf haben darf.

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