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Mo, 17. Oktober 2011, 13:04

Software::Büro

Apache: OpenOffice.org lebt

Die Apache Software Foundation (ASF) und die Mitarbeiter an Apache OpenOffice.org sahen sich zu einer Erklärung zum Stand des Projektes veranlasst.

OpenOffice.org

Ein halbes Jahr ist es her, dass es zum letzten Mal eine Veröffentlichung von OpenOffice.org gab, nämlich die Version 3.4 Beta. Zwei Monate danach wurde OpenOffice.org von Oracle offiziell an Apache übergeben. Wieviel Entwicklung in dieser Zeit bei OpenOffice.org noch stattfand, ist unklar. Auf jeden Fall dürfte der Umzug zu Apache die Arbeit zunächst gebremst haben. Inzwischen kamen schon Stimmen auf, die das Projekt für tot erklärten.

Die jetzt veröffenlichte Erklärung der Apache Software Foundation betont, dass OpenOffice.org ein Apache-Projekt ist und damit den Regeln der Foundation unterliegt. Dazu gehört, dass das Projekt zunächst im Brutkasten von Apache liegt, wo es den Code und seine Projektstrukturen organisieren muss. Erst wenn diese Hürde genommen ist, kann OpenOffice.org den Inkubator verlassen und an neue Veröffentlichungen denken.

OpenOffice.org ist das erste Produkt der Organisation, das sich an Endanwender richtet. Als weitere Besonderheit entstand OpenOffice.org nicht bei Apache, sondern kam erst als bereits ausgereiftes Projekt hinzu. Es besitzt laut Apache über 70 Beitragende, zehnmal mehr als alle anderen Projekte im Inkubator. Diese Besonderheiten erfordern Lernvorgänge auf beiden Seiten. Außerdem hat OpenOffice.org eine Menge Arbeit zu leisten. Es muss unter anderem den Code unter die Apache 2.0-Lizenz stellen und sicherstellen, dass Code, der nicht relizenziert werden kann, entfernt oder ersetzt wird.

Behauptungen, dass das Projekt bereits tot sei, seien daher fehl am Platz, meint die Apache Software Foundation. Sie beschuldigt Mitglieder der erweiterten freien Software-Gemeinschaft und ehemalige Mitglieder des OpenOffice.org-Projektes, entsprechende desktruktive Aussagen gemacht zu haben. LibreOffice, das sich vor über einem Jahr von OpenOffice.org abgespalten hat und seit der Befreiung aus den Fesseln von Oracle schnelle Fortschritte vermelden konnte, wird beschuldigt, eine Marktdominanz anzustreben.

Zugleich will Apache den Dialog mit der LibreOffice-Gemeinschaft aufnehmen, denn beide Projekte beruhen auf demselben offenen Dokumentenformat und haben denselben Ursprung. Die ASF setzt auf Offenheit statt Fragmentation. Sie lädt alle zur Mitarbeit an OpenOffice.org ein, dessen Marken und dessen offizielle Codebasis sie jetzt verwaltet.

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