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Do, 15. Dezember 2011, 08:17

Software::Desktop::KDE

KDE veröffentlicht Plasma Active Two

Das KDE-Projekt hat zwei Monate nach der initialen Version von Plasma Active die zweite Version veröffentlicht. Der Schwerpunkt dieser Ausgabe lag auf der Verbesserung der Benutzbarkeit und einer großen Neuerung, den situationsbezogenen Empfehlungen.

Aktivität zum Sammeln von Weihnachtsgeschenkideen

KDE

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Plasma Active hat jetzt wie geplant die zweite offizielle Version erreicht. Es handelt sich um eine Variante des KDE-Desktops Plasma, die wie die Netbook-Variante auf kleine Bildschirme optimiert ist, darüber hinaus aber auch auf Touchscreens. Überdies verwendet Plasma Active ein neues Paradigma, bei dem nicht mehr die Applikationen, sondern Aktivitäten und Daten im Mittelpunkt stehen.

Seit der Freigabe von Plasma Active One, das mehr eine Demonstration der Möglichkeiten darstellte, hat sich einiges getan. War die erste Version nur auf x86-Rechnern lauffähig, kam kurz danach eine ARM-Portierung hinzu, die auf Systemen mit dem Prozessor Nvidia Tegra 2 und der Familie von Tablet-Rechnern Archos G9 läuft. Die Tester von One gaben Feedback zur Benutzbarkeit, das nach Angaben des Teams zu spürbaren Verbesserungen in Two führte. Viele dieser kleinen Änderungen sollen einen großen Unterschied ausmachen.

Die Welcome-Aktivität

KDE

Die Welcome-Aktivität

So ist in Plasma Active Two die obere Leiste leichter nach unten zu ziehen, um den Starter anzuzeigen. Die Darstellung von Dokumenten, Anwendungen, Widgets, Kontakten, Bildern und anderen Ressourcen wurde besser aufeinander abgestimmt und konsistenter gestaltet. Selbst mit Dutzenden von Aktivitäten und hunderten von Elementen soll die Bedienung flüssig und effizient bleiben.

Die auf Qt Quick beruhenden Oberflächenelemente wurden optisch und funktional aufgewertet. So sollen das Editieren von Text und die Bedienung von Drop-Down-Menüs einfacher sein. Der Webbrowser erhielt ein »Quick Jump«-Panel, und auch die Navigation wurde überarbeitet. Die meisten enthaltenen Programme wurden ebenfalls bezüglich ihrer Interaktion mit dem Benutzer verbessert. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeiten war die Geschwindigkeit, die nun deutlich höher sein soll. Das Ziel von Plasma Active ist, auf Rechnern mit 256 MB RAM und weniger als 1 GHz Geschwindigkeit flüssig zu laufen.

Fotostrecke: 6 Bilder

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Die Welcome-Aktivität
Von der Aktivität abhängige Empfehlungen
Für Touchscreens optimierte Einstellungen
Peek & Launch
Die größte Neuerung von Two stellt jedoch das System der Empfehlungen dar. Das System merkt sich die bisherigen Interaktionen und kann auf dieser Basis lernen, was der Benutzer höchstwahrscheinlich tun will. Mit diesem Wissen versucht es in jeder Situation passende Empfehlungen zu geben. Die zugrundeliegende Technologie ist der semantische Desktop mit Nepomuk. Dabei wird die Privatsphäre respektiert, da keine dieser Daten das System verlassen. Es werden keine Daten über das Netz gesendet, und es ist auch keine Netzverbindung für die Arbeit erforderlich. Mit dieser Technologie besitzt Plasma Active nach Ansicht des Projektes ein Alleinstellungsmerkmal, da kein anderes Mobilgerät über Vergleichbares verfügt.

Plasma Active kann frei heruntergeladen werden. Es ist auf mehreren Geräten lauffähig, wobei entweder der inoffizielle MeeGo-Nachfolger Mer oder das auf Opensuse beruhende open-slx Balsam die Grundlage darstellen. In den nächsten Wochen werden zwei Ankündigungen erwartet, die Geräte mit vorinstalliertem Plasma Active vorstellen.

Für Touchscreens optimierte Einstellungen

KDE

Für Touchscreens optimierte Einstellungen

Die weitere Entwicklung zu Plasma Active Three soll einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen, da viele neue Funktionen geplant sind. zudem soll einen Schwerpunkt auf die Sicherheit der Daten gelegt werden. In dieser Version soll außerdem die Ausweitung der Entwicklung auf andere Geräte, darunter Smartphones und Set-Top-Boxen, beginnen. Auch der Einsatz in Fernsehgeräten und Fahrzeug-Unterhaltungssystemen ist geplant. Daher wird Plasma Active Three voraussichtlich erst Mitte 2012 erscheinen.

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