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Mi, 14. März 2012, 12:55

Software::Kernel

Oracle nimmt Btrfs in »Unbreakable Enterprise Kernel« auf

Mit der Freigabe der zweiten Version (R2) des »Unbreakable Enterprise Kernel« für Oracle Linux hat das Unternehmen das Dateisystem Btrfs offiziell in den Kern aufgenommen. Es eignet sich laut Oracle nun auch für den produktiven Einsatz.

Beim Oracle »Unbreakable Enterprise Kernel« handelt es sich um eine Modifikation eines Kernels 3.0.16 für x86- und x86_64-Prozessoren, der in Zusammenarbeit mit Oracles Datenbank-, Middleware- und Hardware-Spezialisten mit dem Ziel optimiert wurde, so gut wie möglich mit anderen Oracle-Produkten zusammenzuarbeiten. Oracle optimierte den Kernel dazu für verschiedene Einsatzbereiche und verspricht, mit der Freigabe vor allem die Geschwindigkeit des Systems erhöht zu haben. Möglich machten das unter anderem Optimierungen des Schedulers und des Speichermanagements. Doch auch Optimierungen an der Dateisystemschicht und dem Netzwerkstack sollen sich positiv auf die Geschwindigkeit auswirken.

Die wohl wichtigste Änderung des Kernels stellt die Einbindung von Btrfs dar. Damit ist Oracle nach Suse der zweite Hersteller, der Btrfs in seine Unternehmens-Produktpalette aufnimmt, obwohl das System in dem von Linus Torvalds gepflegten Kernel immer noch als experimentell bezeichnet wird. Gegenüber traditionelleren Dateisystemen bietet Btrfs zusätzliche Möglichkeiten, wie Unterstützung von Untervolumes, Schnappschüsse, Kompression und RAID. Die Neuentwicklung gilt deshalb als eines der Dateisysteme der Zukunft.

Neben einem neuen Dateisystem bietet der Oracle »Unbreakable Enterprise Kernel« auch diverse weitere Änderungen. So enthält die neue Version eine Vorschau auf die von Solaris stammende Tracing-Lösung Dtrace sowie die Replikationslösung DRBD und die Container-Virtualiserung mit LXC. Alle drei Technologien werden allerdings von Oracle selbst als »Technology Preview« bezeichnet und unterliegen nicht dem regulären Support.

Eine Übersicht aller Änderungen des Kernels bietet das Änderungslog der Veröffentlichung. Der Unbreakable Enterprise Kernel R2 steht für Oracle Linux 5 und 6 zur Verfügung. Die Quellen des Kernels können in einem eigenen Git-Depot gefunden werden.

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