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Mo, 25. Februar 2013, 15:16

Software::Entwicklung

Ruby 2.0 veröffentlicht

Genau am 20. Geburtstag der objektorientierten Sprache Ruby wurde Version 2.0 veröffenlicht. Ruby 2.0 ist die erste größere Erweiterung der Sprache seit langer Zeit und kann ab sofort produktiv eingesetzt werden.

Ruby ist eine objektorientierte Skriptsprache, die sich sich durch eine klare Syntax und durchgehende Objektorientierung auszeichnet. Sie erfreut sich recht großer Beliebtheit. Mit verantwortlich dafür ist das Entwicklungs-Framework Ruby on Rails, mit dem die Entwickler beim Schreiben von Webanwendungen besonders produktiv sein können und das Vorbild für zahlreiche ähnliche Entwicklungen in anderen Programmiersprachen war.

Genau an ihrem 20. Geburtstag ist Ruby in der Version 2.0 erschienen. Die neue Version führt zahlreiche Erweiterungen ein. Im Sprachkern sind dies benannte Parameter, das Konstrukt Module#prepend, das neue Möglichkeiten schafft, Klassen zu erweitern, ein neues Literal %i, das ein Array von Symbolen erzeugt, und __dir__ für den Verzeichnispfad der aktuell ausgeführten Datei. UTF-8 ist nun die Standardkodierung.

In den eingebauten Bibliotheken kam Unterstützung für »lazy« Streams hinzu. #to_h stellt die neue Konvention zur Konvertierung in einen Hash dar. Reguläre Ausdrücke werden mit der neuen Engine Onigmo verarbeitet. Auch ein asynchrones API zum Behandeln von Exceptions kam hinzu.

Zur Unterstützung von Debugging kamen eine Anbindung an DTrace und TracePoint, ein verbessertes Tracing-API, hinzu. Die Geschwindigkeit von Ruby soll durch Optimierungen im Garbage Collector, an Kernel#require, an der VM und bei der Gleitkommazahlberechnung gestiegen sein, die Startzeit von Rails soll sich dadurch drastisch verringern. Darüber hinaus enthält wurden »Refinements« zur Erweiterung der Modularität implementiert, allerdings noch als experimentelles Feature.

Ruby 2.0 ist nach Angaben der Entwickler bereits produktiv nutzbar und weitgehend kompatibel mit Version 1.9.x. Ganz ohne Inkompatibilitäten zur Vorgängerversion kommt Ruby 2.0 zwar nicht über die Runden. Diese Inkompatibilitäten sind aber eher klein und beschränken sich im Wesentlichen auf fünf Punkte. Der wichtigste davon ist die Umstellung der Standardkodierung auf UTF-8, was angeblich einige Benchmark-Programme verlangsamt, aber auch andere Auswirkungen haben könnte.

Die Dokumentation zu Ruby 2.0 ist umfangreicher als bei früheren Versionen, allerdings immer noch nicht vollständig. Laut den Entwicklern deckt sie 75% des Sprachumfangs ab. Zusätzlich gibt es einführende Artikel, auf die in der Ankündigung verwiesen wird.

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