Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Mi, 27. Februar 2013, 08:08

Software::Groupware

Baden-Württemberg: Schul-Musterlösung »paedML« migriert zu UCS@school

Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) plant, seine eigenhändig als »pädagogische Musterlösung« entwickelte Schulsoftware »paedML« gemeinsam mit der Bremer Univention GmbH weiterzuentwickeln. Diese soll auf Univentions UCS@school beruhen.

UCS@school - Computerraum

Univention

UCS@school - Computerraum

Das bisherige vom LMZ entwickelte paedML-Schul-Software ist eine umfangreiche Lösung für schulische IT-Infrastruktur und den IT-gestützten Unterricht. Praktisch bedeutet der jetzt bekannt gewordene Beschluss einer Partnerschaft mit Univention, dass die baden-württembergische Schul-Lösung paedML zu UCS@school migriert wird. Damit verdrängt Univentions Schul-Software in Baden-Württemberg, wie auch an zahlreichen Schulen anderer Bundesländer, die bisherige Linux-Distribution paedML.

Ein im Herbst letzten Jahres vom LMZ durchgeführtes Symposium setzte unter anderem die Rahmenbedingungen und Ziele der Weiterentwicklung. Demnach soll sich laut Wolfgang Kraft, Direktor des LMZ, an den Rahmenbedingungen zur künftigen paedML nichts Grundlegendes ändern. Die zentrale Steuerung und Verantwortung der paedML verbleibt beim LMZ. Außerdem soll auch die neue paedML-Version eine Open-Source-Lösung sein, die von der Unterstützung der Gemeinschaft lebt. Darüber hinaus wird laut LMZ der vertraglich vereinbarte Support für die existierende paedML auch nach der für 2013 geplanten Freigabe der neuen paedML bestehen bleiben.

Univention erhielt den Zuschlag nicht ohne Bedingungen. So muss die neue paedML den Funktionsumfang der bestehenden paedML zu hundert Prozent abdecken. Ferner soll Univention spätestens im Frühjahr 2013 eine erste Betaversion zur Verfügung stellen. Außerdem muss Univention uneingeschränkten Third-Level-Support für die neue paedML sicherstellen, seine Management-Konsole zur »Schulkonsole der paedML« umgestalten und die Handhabung vereinfachen. Außerdem muss Univention paedML als hochverfügbares System realisieren. Die weiteren Anforderungen sind das Bereitstellen von Diensten, etwa zur Steuerung des Unterrichts, der Zugang zu Lernportalen oder die Möglichkeit, einen sicheren Zugang zum Internet für den Datenzugriff von unterwegs und zuhause zu ermöglichen. Eine Voraussetzung dafür ist ein zentrales und schulübergreifend einsetzbares Benutzer- und Berechtigungsmanagement in der künftigen Schulkonsole von paedML. Zukünftige paedML-Versionen sollen außerdem neben der Unterstützung klassischer Bereitstellungswege auch die Möglichkeit bieten, IT-Dienste für Schulen aus der Cloud zu beziehen. Ferner sollen mit künftigen paedML-Versionen auch unterschiedliche Endgeräte, wie Notebooks und Tablets von Schülern und Lehrern besser in Schul-IT-Umgebung integrieren werden.

Die Wahl fiel unter anderem deshalb auf Univention, weil die Firma mit Univention Corporate Server (UCS) laut Emmerich Hernadi, Fachbereichsdirektor IT am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, über das ideale Fundament verfügt. Schon dessen auf LDAP beruhendene Identitäts- und Infrastuktur-Verwaltung kommt der Forderungen einer schulübergreifend einsetzbaren Benutzerverwaltung schon sehr nahe. Zudem könne Univention auf eine beachtliche Referenzkunden-Liste im Schul-Sektor verweisen. Dem LWZ dürfte demnach nicht verborgen geblieben sein, dass Univention seit Jahren daran arbeitet, seinen Corporate-Server als bestehende Infrastrukturlösung in Form der Variante UCS@school mit Erweiterungen für Schulen auszustatten, die der paedML in vielen Bereichen ähnlich sind.

Die Entscheidung des Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, paedML Linux zusammen mit Univention weiterzuentwickeln, ist nicht unumstritten, weil der Vorgänger bereits auf Linux basierte. Die paedML-Gemeinschaft entwickelt die bisherige paedML-Version unter der Bezeichnung Linuxmuster.net weiter. »Die freie Linux Musterlösung« existiert bereits in einer Version 5.10 (Codename NiveauLINBO).

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung