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Mi, 10. April 2013, 08:11

Unternehmen

Kartellbeschwerde gegen Android

Microsoft, Nokia und Oracle haben bei der EU Beschwerde gegen die Marktdominanz von Android eingelegt. Google missbrauche seine marktbeherrschende Stellung im Mobilbereich, so der Vorwurf.

android.com

Über ihre gemeinsame Organisation »FairSearch.org« haben Microsoft, Nokia, Oracle und 14 weitere Unternehmen eine Kartellbeschwerde bei der Europäischen Union eingereicht. Wie die Unternehmen mitteilen, beschuldigen sie Google wettbewerbsfeindlicher Praktiken, um den mobilen Markt zu beherrschen und die Kontrolle über die Internet-Daten der Benutzer für Online-Werbung zu zementieren, während sich die Nutzung von Geräten immer mehr in den Mobilbereich verschiebt.

Nach den Zahlen von »FairSearch.org« wurde Android Ende 2012 auf 70% aller neu verkauften Mobilgeräte eingesetzt, und Google habe einen Anteil von 96% am Online-Werbungsmarkt. »FairSearch.org« befürchtet nun, dass die Marktanteile seiner Mitglieder immer weiter sinken, und wirft Google deshalb Täuschung der Kunden und Behinderung der Konkurrenz im Mobilmarkt vor.

Ein konkreter Vorwurf ist, dass Google den Herstellern, die Android verwenden, Vorschriften mache, welche Anwendungen einzusetzen seien. Zwar ist wohl niemand verpflichtet, Google-Anwendungen zu verwenden, aber wenn ein Hersteller »unverzichtbare« Apps wie Maps, Youtube oder Play mitliefern wolle, müsse er die gesamte Suite von Google-Diensten installieren, was andere Anbieter benachteilige.

Die Weitergabe von Android, das bekanntlich auf freier Software beruht, erfolgt laut der Beschwerde kostenlos und damit unter den Herstellungskosten. Dass es ein Prinzip freier Software ist, die Herstellungskosten niemals einzufordern, wird in der Beschwerde wohl nicht erwähnt. Gegen Google liegen bereits andere Beschwerden bei der Europäischen Kommission vor, die sich auf die Dominanz bei der Internet-Suche im Desktop-Bereich beziehen. So soll Google eigene Dienste in den Suchergebnissen bevorzugen.

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