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Di, 17. September 2013, 09:13

Software::Kernel

Kernel-Statistik 2013: Embedded im Aufwind

Anlässlich des Starts der amerikanischen Linuxcon in New Orleans hat die Linux Foundation ihre diesjährige Statistik veröffentlicht, der sich entnehmen lässt, welche Firmen und Einzelentwickler Code zum Linux-Kernel beitragen.

Linux Foundation

Die Studie umfasst die Zeitspanne vom im April 2012 veröffentlichten Kernel 3.3 bis zum Kernel 3.10, welcher die in der bisherigen Historie des Reports größte Zahl an Entwicklern zu verzeichnen hatte. Die zehn größten Beitragenden unter den Firmen sind dem nach einer Registrierung kostenlos verfügbaren Bericht zufolge Red Hat, Intel, Texas Instruments, Linaro, Suse, IBM, Samsung, Google, Vision Engraving Systems Consultants und Wolfson Microelectronics. Nachdem sich im vergangenen Jahr überraschenderweise Microsoft durch den Beitrag des Entwicklers K. Y. Srinivasan mit 343 Änderungen für den Linux-Kernel 3.0 vorübergehend an die Spitze der Kernel-Committer gesetzt hatte – die von Srinivasan beigesteuerten Treiber dienten dazu, den Linux-Kernel für den Einsatz als Gastsystem in Microsofts Virtualisierungsplattform Hyper-V zu optimieren – ist Microsoft in diesem Jahr wenig überraschend nicht mehr unter den Top-Beitragenden.

Dafür hat der in den letzten Jahren stetig zunehmende Einsatz von Linux auf Mobil- und eingebetteten Plattformen offenbar auch Auswirkungen bei den Kernel-Beitragenden. So ist zum Beispiel der gemeinsame Anteil der Interessenvereinigung Linaro sowie der Unternehmen Samsung und Texas Instruments von 4,4 Prozent im letzten Jahr auf 11 Prozent gestiegen. Auch Google hat deutlich mehr beigesteuert.

Der zwölfseitige Report beziffert die gesamte Anzahl der Kernel-Änderungen zwischen Linux 3.3 und 3.10 auf rund 92.000. Die Angaben sind aber mit Vorsicht zu genießen, denn die Zahlen beziehen sich allein auf die absolute Zahl der Änderungen. Dabei zählt das Hinzufügen eines Treibers mit tausenden Codezeilen genauso wie das Korrigieren eines Schreibfehlers in der Dokumentation. Zu den interessantesten technologischen Neuerungen gehört zum Beispiel die ARM64-Unterstützung.

Laut dem Report ist auch die Frequenz, in der neue Versionen erscheinen, etwas angestiegen. So fiel die durchschnittliche Entwicklungsdauer seit der letzten Version der Studie etwa von 80 auf 70 Tage. Jede neue Kernel-Version beinhaltet grob 10000 Änderungen von rund 1100 Entwicklern. Diese arbeiten für 225 verschiedene Firmen.

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