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Do, 4. Dezember 2014, 18:03

Unternehmen

Linux Foundation: Linux-Einsatz steigt in großen Unternehmen weiter

Die vierte jährliche Umfrage der Linux Foundation über den Linux-Einsatz in großen Unternehmen ergibt ein fortgesetztes Wachstum des freien Betriebssystems. Beflügelt wird Linux unter anderem durch das Wachstum des Cloud-Computings und die überlegene Sicherheit.

Linux Foundation

Der jetzt veröffentlichte »2014 Enterprise End User Trends Report« beruht auf einer Umfrage, die die Linux Foundation, das Industriekonsortium zur Förderung von Linux und gemeinschaftlicher Entwicklung, unter den großen Linux-Anwendern durchgeführt hat. Angefragt wurde dafür bei Unternehmen und anderen Organisationen mit mindestens 500 Mio. US-Dollar Jahresumsatz oder mehr als 500 Mitarbeitern.

Die wichtigsten Ergebnisse der diesjährigen Umfrage sind: Linux ist das führende System bei der Umstellung auf Cloud-Computing. Gründe dafür sind unter anderem, dass die Unternehmen Linux als sicherste, günstigste und technisch beste Plattform ansehen. Daraus folgte ein weiteres Wachstum des Einsatzes von Linux, ganz besonders auf Kosten von MS Windows. Der Bedarf an Personal mit guten Linux-Kenntnissen ist weiterhin so hoch, dass er vom Markt derzeit nicht gesättigt werden kann.

Laut der Studie haben 87% der Befragten in diesem Jahr neue Linux-Server hinzugenommen und 82% planen, nächstes Jahr weitere Server hinzuzufügen. Damit steigt die Zahl der neuen Einsätze von Linux an, während die von MS Windows weiter abnimmt. Vor allem private Clouds sind für die Unternehmen interessant. Dabei kommt in 75% aller Fälle Linux zum Einsatz, MS Windows in 23% und andere Unix-Systeme in 2%. Rein private Clouds verwenden 60% der Teilnehmer der Umfrage, öffentliche Clouds 16%, und 25% nutzen einen Mix aus privater und öffentlicher Cloud.

Trotz vereinzelter, weithin bekannt gewordener Sicherheitslücken in freier Software halten 78% der Unternehmen Linux für sicherer als andere Betriebssysteme. 17% halten es diesbezüglich für gleichwertig mit anderen, nur 2% für schlechter. Sicherheitslücken betreffen alle Systeme, unter Linux werden sie jedoch weder totgeschwiegen noch ignoriert.

Unternehmensanwendungen werden zu 77% unter Linux entwickelt und zu 78% unter Linux laufen gelassen. Diese Zahlen sind in den letzten Jahren um etwa 14 Prozentpunkte gestiegen. Neue Einsätze von Windows oder Unix sind dagegen deutlich gesunken.

In der Virtualisierung gibt es einen Trend hin zu Containern. zur Zeit haben 67% der Unternehmen schwergewichtige Virtualisierungslösungen wie Xen und KVM im Einsatz, 16% nutzen bereits Container. 49% denken allerdings über den Einsatz oder Wechsel zu Containern nach.

Bedenken gegen den Einsatz von Linux in Unternehmen gibt es auch, und zwar bei etwa 80% der Unternehmen. Das größte davon ist die schwierige Suche nach Linux-Fachleuten. Es folgen Bedenken zur Fragmentation, Interoperabilität, Treibern und rechtlichen Fragen. Alle diese Punkte sind jedoch deutlich weniger Anlass zu Bedenken als früher.

Der Bericht kann nach einer kostenlosen Registrierung bei der Linux Foundation heruntergeladen werden. Zu beachten ist, dass er keine Marktanteils-Studie darstellt und dass die Daten nicht ganz repräsentativ sind, da die Teilnahme an der Umfrage freiwillig war. Trotzdem kann der Bericht nach Ansicht der LF den Linux-Anbietern und -Entwicklern, aber auch der Konkurrenz wertvolle Anhaltspunkte geben.

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