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Mi, 28. Januar 2015, 12:17

Software::Browser

Neuer Browser Vivaldi will an alte Opera-Traditionen anknüpfen

Der Gründer und langjährige Chef von Opera, Jon von Tetzchner, hat mit seinem isländischen Startup-Unternehmen Vivaldi Technologies AS den Browser Vivaldi vorgestellt.

Vivaldi Einstellungen

Vivaldi SA

Vivaldi Einstellungen

Das 20-Mann-Unternehmen hat rund 18 Monate an der jetzt vorgestellten technischen Vorschau gearbeitet, die für Linux, Mac OS X und Windows vorliegt. Vivaldi strebt eine ähnlich umfassende Funktionalität an, wie sie Opera bis zu Version 12 vorweisen konnte. Spätere Versionen setzten nicht mehr auf die hauseigene Render-Engine Presto, sondern nutzen Googles Blink-Engine. Aber mehr noch verärgerte die Anwender der Wegfall von E-Mail- und Chat-Client sowie weiterer nützlicher Funktionen. Zudem wurde die Linux-Version zeitweise ausgesetzt. Opera verlor durch diese Maßnahmen viele Anwender, die Vivaldi nun bedienen möchte.

Die technische Vorschau von Vivaldi setzt ebenso wie Opera auf die Chrome-Engine Blink und die V8 JavaScript-Engine. Eine Verwendung von Presto kommt für von Tetzchner nicht in Frage, hier sei zu lange Stillstand gewesen, um Presto mit vertretbarem Aufwand einzusetzen. Zudem ist Presto nicht frei. Die Oberfläche zeigt sich aufgeräumt und unaufdringlich, zusätzliche Funktionen über das simple Browsen hinaus werden in frei platzierbaren Panels zugeschaltet. Derzeit sind Panels für E-Mail, Adressbuch, Notizen, Lesezeichen und Downloads integriert, die aber noch nicht alle mit Inhalten befüllt sind. So ist etwa der E-Mail-Client noch nicht implementiert.

Vivaldi Browser

Vivaldi SA

Vivaldi Browser

Ansonsten finden sich eine Menge kleiner hilfreicher Funktionen wie Tabs, die sich gruppieren lassen, eine Schnappschuss-Funktion, um die jeweilige Webseite abzulichten oder die Möglichkeit, Webseiten von Fall zu Fall ohne Bilder darstellen zu lassen. In der Funktionsleiste am unteren Rand befindet sich zudem ein Schalter mit dem Titel »Webseiten-Aktionen«. Dort sind 15 mehr oder weniger nützliche Filter zusammengefasst, um eine Webseite im Aussehen zu manipulieren. Darunter sind Graustufen-, Sepia- und Schwarz-Weiß-Darstellung, Invertieren oder das Umschalten zum Monospace-Font.

Der Browser funktioniert bereits gut, die Umsetzung ins Deutsche ist komplett, das von Opera bekannte Speed-Dial bereits an Bord. In den Einstellungen sind bereits viele Tastatur-Shortcuts vordefiniert. Besuchte Tabs nehmen die Schmuckfarbe der jeweiligen Websuite an. Eine interessante Funktion, die bisher nur angekündigt ist, nennt sich »Spatial Navigation« und will den Browser komfortabel durchgängig per Tastatur bedienbar machen.

Zudem stehen Synchronisation mit anderen Browsern und die Verwendung von Chrome-Erweiterungen auf der ToDo-Liste der Isländer. Der Browser kann von der Webseite für Linux, Mac OS X und Windows in einer 64-Bit-Version heruntergeladen werden. Auch die von Opera bekannte Community-Seite ist bereits vorhanden. Dort stehen Forum, Blog und später ein Webmail-Client zur Verfügung. Eine weitere, allerdings bedauerliche Gemeinsamkeit mit Opera ist die Tatsache, dass Vivaldi nicht Open Source ist.

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