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Di, 3. März 2015, 08:50

Software::Spiele

Unreal Engine 4 wird kostenlos

Epic Games verabschiedet sich vom Abo-Modell bei der Vermarktung der Unreal Engine und kündigt an, das Produkt künftig kostenlos zu vertreiben. Sofern Kunden die Lösung kommerziell nutzen und mit dem Verkauf von Produkten Geld erwirtschaften, wird allerdings ein prozentualer Anteil am Umsatz fällig.

Unreal Engine 4: Realistisches Rendering

unrealengine.com

Unreal Engine 4: Realistisches Rendering

Die Unreal Engine ist eine Spiele-Engine, die von Epic Games im Zuge der Entwicklung des Spieles »Unreal« erstmals im Jahre 1998 vorgestellt wurde. Das Framework der Engine besteht unter anderem aus der Grafik-Engine selbst, einer Skriptsprache und weiteren Hilfsprogrammen, wie beispielsweise einem Level-Editor zur leichteren Erstellung von Grafikumgebungen. Bereits 2003 gab das Unternehmen bekannt, an der vierten Generation der Engine zu arbeiten. Seit 2012 ist die Engine nun auch für Entwickler zugänglich – darunter auch für Linux. Im Mai des vergangenen Jahres gab das Unternehmen schlussendlich bekannt, Linux stärker unterstützen zu wollen und es in die Riege der »First Class Members« aufzunehmen. Konkret bedeutete das, dass Linux mit den anderen Hauptplattformen, wie beispielsweise Windows, gleichberechtigt wurde.

Vollständig unterstützt ist Linux allerdings immer noch nicht. So bietet Epic beispielsweise den Editor im Moment offiziell nur für Mac OS X und Windows zum Download an und empfiehlt, Projekte unter Windows zu erstellen, um sie schlussendlich unter Linux zu starten. Anwender, die trotzdem ihre Projekte direkt unter Linux erstellen wollen, sind deshalb angehalten, die Engine aus den Quellen zu erstellen. Dazu bedarf es allerdings einer vorherigen Registrierung und einer Verknüpfung der Github- und Epic-Account-Daten.

Nun hat Epic Games bekannt gegeben, Anwendern künftig kostenlos Zugriff auf die Engine mitsamt künftigen Aktualisierungen zu ermöglichen. Bisher mussten Entwickler für die Nutzung der Engine eine Lizenz von 19 US-Dollar im Monat an das Unternehmen zahlen. Das bisherige Modell läuft nun aus. Entwickler müssen ab einem Umsatz von 3.000 US-Dollar im Quartal eine Beteiligung von fünf Prozent an das Unternehmen entrichten. Die Engine selbst kann für beliebige Einsatzbereiche von Spieleentwicklung über Architektur oder Animation eingesetzt werden.

Fotostrecke: 6 Bilder

Unreal Engine 4: Realistisches Rendering
Unreal Engine 4: Editor
Unreal Engine 4: Editor
Unreal Engine 4: Editor unter Linux
Unreal Engine 4: Rendering unter Linux
Doch frei - im Sinne der FSF - ist die Engine nicht. Zwar haben alle Interessenten einen Zugriff auf die Quellen, diese stehen jedoch unter den Bedingungen der Unreal Engine End User License, die nicht nur den Vertrieb, sondern beispielsweise auch das Zugänglichmachen der Quellen reglementiert. So sei es unter anderem Entwicklern nicht gestattet, die Quellen der Engine zu veröffentlichen. Erlaubt sind lediglich Ausschnitte, die nicht mehr als 30 Zeilen Code enthalten.

Tim Sweeney, Gründer von Epic Games, sieht in der Änderung der Lizenzbestimmungen eine einfache Regelung, bei der Epic Games dann Erfolg hat, wenn auch die Entwickler erfolgreich sind. Gänzlich uneigennützig dürfte der Schritt allerdings nicht sein. Die Entscheidung dürfte eher als ein direkter Angriff auf die Konkurrenten wie die Unity- oder die Cry-Engine zu verstehen sein. Beide Anbieter haben bereits in der Vergangenheit ihre Preis- und Lizenzmodelle angepasst und sie für unabhängige Entwickler interessanter gestaltet.

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