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Di, 3. März 2015, 14:58

Software::Grafik

OpenGL-Nachfolger Vulkan angekündigt

Die Khronos Group hat den Nachfolger der Standardschnittstelle für 3D-Grafik enthüllt. Die kommende Spezifikation trägt den Namen Vulkan und steht jetzt als technische Vorschau bereit. Eine erste offizielle Ausgabe der Spezifikation wird im Laufe des Jahres erwartet.

Khronos Group

Jetzt steht es fest: Vulkan ist der Name des Nachfolgers von OpenGL, den die Khronos Group bereits vor über einem halben Jahr angekündigt hatte. OpenGL ist ein plattform- und herstellerunabhängiger Standard für 3D-Grafik, der offen und weit verbreitet ist. Bei der Veröffentlichung von OpenGL 4.5 hatte das Khronos-Konsortium allerdings bereits eine grundlegende Modernisierung von OpenGL angekündigt, die ursprünglich unter dem Namen Next-Gen lief.

Nun können sich Interessierte die ersten Entwürfe der kommenden Spezifikation von Vulkan ansehen. Es handelt sich wie beim Vorgänger um eine offene Schnittstelle, die den Zugriff auf die Grafik- und Hochleistungsberechnungs-Hardware moderner Rechner noch effizienter und besser steuerbar machen soll. Dazu nutzt sie unter anderem die neu herausgegebene SPIR-V-Spezifikation, die erstmals eine standardisierte Sprache für Shader, die Prozessorelemente von GPUs, definiert. Vulkan ist allerdings noch einige Monate von der Fertigstellung entfernt. Alle Interessenten können im Khronos-Forum an der weiteren Spezifikation mitwirken.

Vulkan, das breite Branchenunterstützung erfährt, ist eine vereinheitlichte Spezifikation, die den Treiber-Overhead minimieren und die Parallelität maximieren soll. Es ermöglicht, wo nötig, die direkte Kontrolle über die GPU. Die Treiber sollen einfacher sein als bei OpenGL und die Parallelinstallation mehrerer Treiber ist bereits vorgesehen.

Zugleich mit Vulkan wurde auch ein Entwurf für OpenCL 2.1 veröffentlicht. Auch hier ersucht die Khronos Group um Feedback für die endgültige Spezifikation. OpenCL ist der erste offene und plattformunabhängige Standard für »heterogene Parallelprogrammierung«. OpenCL spezifiziert Schnittstellen, mit denen zeitintensive Berechnungen auf mehrere CPUs und Grafikprozessoren verteilt werden können. Zahlreiche Treiber und Bibliotheken implementieren inzwischen die Spezifikation.

Version 2.1 von OpenCL soll im Kern auf einer statischen Teilmenge von C++14 beruhen. Es stellt unter anderem Lambda-Funktionen, Klassen, Templates, Operator-Überladung und viele andere Funktionalität von C++ bereit. Wie Vulkan soll auch OpenCL 2.1 auf SPIR-V zurückgreifen. Außerdem soll die Möglichkeit Einzug halten, Untergruppen, die Threads in der Hardware widerspiegeln, zu definieren und abzufragen. Kernobjekte sollen sich leicht duplizieren lassen, um Copy-Konstruktoren einfach implementieren zu können. Mittels Timern mit niedriger Latenzzeit sollen Profiling-Operationen, die sowohl GPU- als auch Host-Code einbeziehen, präziser werden.

Die Khronos Group ist ein Industriekonsortium, in dem verschiedene Hersteller sich auf offene Standards einigen. Alle Khronos-Mitglieder können sich an der Entwicklung der spezifizierten Schnittstellen beteiligen und diese Spezifikationen später in ihrer Hardware unterstützen. Zu den von der Khronos Group verabschiedeten Standards zählen unter anderem OpenGL, OpenGL ES, WebGL, EGL, OpenCL, OpenMAX, OpenVG, OpenSL ES, OpenKODE und COLLADA.

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