Login
Login-Name Passwort


 
Newsletter
Werbung

Fr, 9. Oktober 2015, 09:56

Software::Distributionen::BSD::NetBSD

NetBSD 7.0 freigegeben

Die Entwickler des freien Unix-Systems NetBSD haben die Version 7.0 veröffentlicht. Das System unterstützt nun viel mehr Hardware und bringt zahlreiche weitere Neuerungen.

NetBSD

Zwischen neuen Versionen von NetBSD liegen mittlerweile Jahre, wie bei Linux in den ganz frühen Zeiten. So ist nun drei Jahre nach der Freigabe von NetBSD 6.0 und fast zweieinhalb Jahre nach Version 6.1 der Nachfolger NetBSD 7.0 verfügbar. Binärpakete und Bootmedien für einen großen Teil der unterstützten Systeme stehen auf den Spiegelservern des Projektes zum Download bereit.

Zu den zahlreichen Änderungen gegenüber NetBSD 6.0 zählt laut der Ankündigung die Unterstützung von Direct Rendering und Grafikverwaltung im Kernel. Dieser Code wurde von Linux 3.15 importiert und unterstützt Intel- und AMD-Chips.

Die ARM-Unterstützung wurde wesentlich erweitert, so werden nun Mehrprozessorsysteme unterstützt, ebenso wie weitere ARM-Systeme. Namentlich sind das Raspberry Pi 2, ODROID-C1, BeagleBoard, BeagleBone, BeagleBone Black, MiraBox, Cubieboard2, Cubietruck, Banana Pi, Kobo Touch, Netwalker, Parallella und ZedBoard.

Der Berkeley Packet Filter setzt nun standardmäßig Just-in-Time-Compilierung ein. Neu hinzugekommen sind dynamische Regeln, zustandsloses NAT, IPv6-to-IPv6 Network Prefix Translation (NPTv6), definiert in RFC 6296, und CDB-basierte Tabellen mit perfektem Hashing.

Das USB-Subsystem ist jetzt mehrprozessorfähig. Der neue Daemon blacklistd kann eingesetzt werden, um andere Dienste vor Einbruchsversuchen zu schützen, indem er dynamisch Paketfilter erzeugt. Seine Funktionalität dürfte also fail2ban vergleichbar sein. Während der Installation kann man nun die Festplatten mit GPT partitionieren.

Der Kernel ist nun in der Lage, Lua-Code dank eines integrierten, als Treiber realisierten Interpreters, direkt auszuführen. Durch diese Funktionalität ist laut publizierten Dokumenten eine Beeinflussung und Änderung des Kernels an nahezu allen Stellen möglich, auch für Anwender, für die C zu schwierig oder umständlich ist. Auch das schnelle Erstellen von Prototypen, auch für Treiber, ist möglich. Vorbild war offenbar die wenig bekannte Lua-Engine Lunatik für den Linux-Kernel.

Die Software des Basissystems wurde aktualisiert, beispielsweise mit GCC 4.8.4, womit C++11 vollständig unterstützt wird. Optional stellt eine vollständig BSD-lizenzierte C/C++-Laufzeitumgebung mit compiler_rt, libc++ und libcxxrt zur Verfügung.

Auch die Hardware-Unterstützung wurde erweitert. Eine neue Portierung bringt NetBSD auf epoc32, womit auch die längst vergessenen PDAs von Psion rudimentär mit NetBSD laufen können. Ferner wurden zahlreiche neue Treiber hinzugefügt und bestehende erweitert. Alle Änderungen kann man im Detail im Änderungslog finden.

Werbung
Pro-Linux
Pro-Linux @Facebook
Neue Nachrichten
Werbung