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Mi, 21. Oktober 2015, 12:17

Software::Netzwerk

Microsoft portiert OpenSSH auf Windows

Microsoft hat eine frühe Windows-Version von OpenSSH freigegeben und den Quellcode auf GitHub eingestellt. Der Konzern aus Redmond hatte bereits im Juni angekündigt, einen nativen SSH-Client und -Server entwickeln zu wollen.

OpenSSH

openssh.com

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Demnach soll ein Windows-Port von OpenSSH 7.1 in die Windows PowerShell integriert werden. Die Entwicklung geschieht in Zusammenarbeit mit NoMachine, einem italienischen Hersteller von Remote-Desktop-Software, und der OpenSSH-Community. NoMachine hatte bereits Vorarbeit geleistet und einen Port für Win32 auf der Basis von OpenSSH 5.9 erstellt, auf dem jetzt aufgebaut wurde.

Microsoft betont, man wolle nicht nur SSH nativ für die PowerShell verwirklichen, sondern die Entwicklung auch an die OpenSSH-Gemeinde zurückgeben. So wurde jetzt eine frühe Version auf GitHub eingestellt, wo die Entwicklung künftig offen weitergeführt werden soll. PowerShell-Entwickler Steve Lee schreibt in der Ankündigung im MSDN-Blog, es handle sich um eine frühe Entwicklerversion, die noch nicht produktiv eingesetzt werden soll.

Gleichzeitig skizzierte Lee eine Roadmap, die bis Mitte 2016 zu einem produktiv einsetzbaren Werkzeug führen soll. Die nächsten Schritte beinhalten die Implementierung von Microsofts Crypto-API anstelle von OpenSSL oder LibreSSL. Damit sei eine leichtere Pflege des Codes möglich sowie im nächsten Schritt die Einbindung als Windows-Service. Daraufhin soll Kompatibilität zum POSIX-Standard hergestellt werden. Vor der stabilen Veröffentlichung sollen der Code stabilisiert und die eingegangenen Fehlermeldungen abgearbeitet werden.

Der Code steht unter BSD-Lizenz und ähnlich freien Lizenzen. Im Wiki finden sich Anleitungen zum Bau des Pakets für die 32- und 64-Bit-Plattform sowie Beispielanwendungen für SSH unbd SFTP. Im dort verlinkten Zip-Archiv stehen Client und Server auch als Binärdateien zur Verfügung.

Dies ist nicht der erste Versuch, SSH nativ in die PowerShell zu integrieren. Zwei frühere Versuche hatten jedoch nicht genügend Rückhalt bei der Unternehmensleitung, damals noch in der Person von Steve Ballmer. Wenn die Entwicklung wie geplant voranschreitet, können Anwender im nächsten Jahr das Secure-Shell-Protokoll ohne Putty und Cygwin in beide Richtungen nutzen.

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