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Mo, 10. Oktober 2016, 12:27

Software::Kernel

Torvalds: Hälfte der Strecke zwischen Linux 4.0 und 5.0 geschafft

Linux-Initiator Linus Torvalds plant, sich bei der Vergabe der Versionsnummer 5.0 an der Zahl der Objekte im Versionsverwaltungssystem zu orientieren. Diese Zahl lag beim Erscheinen von Linux 4.0 bei vier Millionen und hat jetzt fünf Millionen überschritten. Nach dem Vollenden der sechsten Million soll Linux 5.0 erscheinen, was voraussichtlich 2018 geschehen wird.

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Linux Foundation

Linus Torvalds, Initiator des Linux-Kernels

Es wurde bereits früher klargestellt, auch wenn es manche vielleicht nicht verstanden haben: Die Versionsnummer des Linux-Kernels hat keine tiefere Bedeutung; ob die nächste Version 4.9 oder 5.0 genannt wird, ändert nichts an der Funktionalität und Kompatibilität. Die Kernel-Veröffentlichungen sind eine kontinuierliche Abfolge von Weiterentwicklungen, und Linus Torvalds und die anderen Kernel-Entwickler haben immer wieder betont, dass jede Kernel-Version die Kompatibilität mit den vorhandenen Anwendungen zu wahren hat. Neue Aufrufe und neue Schnittstellen können hinzukommen, Änderungen an vorhandenen sind jedoch auf kompatible Erweiterungen beschränkt und die Entfernung von Schnittstellen kommt normalerweise nicht in Frage.

Aus diesem Grund sind die Versionsnummern nur noch eine Frage der Bequemlichkeit, und Linus Torvalds entscheidet nach Belieben, wann es Zeit ist, von Version 4.x auf 5.0 zu wechseln. Laut einem aktuellen Beitrag auf Google+ wird es genau dann so weit sein, wenn die Zahl der Objekte, im Wesentlichen also die Zahl der Änderungen (insgesamt und an einzelnen Dateien), auf über sechs Millionen ansteigt. Torvalds kam zu diesem Entschluss, als er feststellte, dass gerade die Marke von fünf Millionen überschritten wurde. Auf ältere Kernel-Versionen zurückblickend bemerkte er, dass ziemlich genau bei der Freigabe von Linux 3.0 zwei Millionen Objekte erreicht wurden, und bei Linux 4.0 waren es vier Millionen. Rechnet man linear weiter, sollte Linux 5.0 bei sechs Millionen Objekten erscheinen. Damit ist jetzt also die Mitte zwischen Linux 4.0 und 5.0 erreicht.

Da gerade erst Linux 4.8 freigegeben wurde, könnte es also sein, dass auf Linux 4.15 die Version 5.0 folgt, was frühestens in 72 Wochen, also etwa im Februar 2018, der Fall wäre. Rechnet man jedoch den zeitlichen Abstand zwischen Linux 3.0 und 4.0 hoch, so käme man auf 45 Monate ab April 2015, also eher Ende 2018 oder Anfang 2019. Beide Hochrechnungen gehen davon aus, dass die Entwicklungsgeschwindigkeit etwa gleich bleibt. Tatsächlich ist mit einem Rückgang nicht zu rechnen, eine weitere Beschleunigung kann dagegen nicht ausgeschlossen werden. So benötigten die Entwickler für die zwei Millionen Änderungen zwischen Linux 3.0 und 4.0 rund 45 Monate. In dieser Zeit wurden so viele Änderungen vorgenommen wie in den 20 Jahren davor. Die nächste Million Änderungen wurde jetzt aber in nur 18 Monaten erreicht, was eher für ein früheres Erscheinen von Linux 5.0 spricht. Doch wann immer es letztlich so weit ist: Die Versionsnummer soll eigentlich nur noch klar machen, welche Version die neueste ist, sonst nichts mehr.

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