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Do, 14. März 2002, 23:49

Linux als Router-Betriebssystem

Als ideales Betriebssystem für viele eingebettete Geräte macht Linux nun auch erste Schritte in Ethernet-Router und Switches.

Die Firma AYR hat ein Linux-System so angepaßt, daß es als Firmware in die Flash-Bausteine der Cisco-Router bzw. Switches der Serie 7600 geladen werden kann. Dort ersetzt es das proprietäre Betriebssystem von Cisco.

Möglich wird dies unter anderem dadurch, daß der Router eine MIPS-CPU (64 bit) benutzt. Das eigentliche Routing erfolgt durch einen speziellen Chip, da die CPU und ihre Software für diese Aufgabe viel zu langsam wäre. Die Steuerung des Chips wird dagegen vom Betriebssystem übernommen.

Mit Linux als Router-Betriebssystem stehen alle gängigen Routing-Protokolle zur Verfügung. Diese werden von Open Source Software wie GNU Zebra verarbeitet. Viele Standard-Linux-Tools, darunter auch SSH, stehen zur Verfügung. Außerdem gibt es auch eine Cisco-kompatible Kommandoeingabe. Der Kernel wurde gegenüber dem Standard-Kernel nur minimal geändert, um die Stabilität von Linux zu erhalten. Er unterstützt Dateisysteme auf dem Flash-Speicher des Geräts.

Durch die extreme Modularität von Linux, besonders bezüglich der Auslagerung von Code aus dem Kernel in Daemonen, wird eine äußerst hohe Stabilität erreicht. Selbst die Steuerung des Routing-Chips wird nicht von einem Treiber, sondern von einem Daemon übernommen, der separat gestartet und gestoppt werden kann. Auch der Update von Teilen des Systems ist natürlich wesentlich erleichtert.

Die Firma sucht derzeit noch Betatester, die sich auf der Firmen-Webseite bewerben können.

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