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Fr, 5. April 2002, 10:19

Software::Business

OC4netbusiness: Die Zukunft von Open Source

Die Portalseite OC4netbusiness (Open Community 4 Business Networking) veröffentlichte einen Artikel von Stephan Eissler und Sandro Zic, der sich kritisch mit dem Open-Source-Phänomen auseinandersetzt.

Wenngleich die in dem Papier aufgestellten Thesen und Forderungen lediglich die Meinung der Autoren wiedergeben, können sie doch den einen oder anderen Denkanstoß geben.

Die Autoren sind ganz klar Befürworter von Open Source, sehen jedoch eine Reihe von Schwachpunkten in der derzeitigen Open-Source-Gemeinschaft. Im ersten Kapitel des Artikels werden diese anhand von vier Thesen genannt:

  1. Open Source ist subversiv: Zuviel sieht man sich noch als bloße Gegenbewegung zu unfreier Software.
  2. Open Source interessiert niemanden: Zwar ist Linux nun wirklich jedermann ein Begriff, das dahinterstehende Prinzip wird jedoch unzureichend vermittelt.
  3. Open Source ist ineffizient: Viele Projekte werden eingestellt und hinterlassen Code von so schlechter Qualität, daß er für verwandte Projekte ohne Nutzen ist.
  4. Open Source wird unzureichend gefördert: Selbst mit öffentlichen Mitteln geförderte Software wird oft proprietär gehalten, um anschließend zu vermarkten.

Im zweiten Kapitel werden entsprechende Gegenthesen aufgestellt und Wege aufgezeigt, diese zu verwirklichen.

  1. Open Source ist konstruktiv
  2. Open Source interessiert jeden
  3. Open Source ist effizient
  4. Open Source fördert sich am besten selbst

Das Fazit der Autoren lautet im Kern: "Die Zukunft von Open Source liegt in der Verbindung technologischer und gesellschaftlicher Aspekte, vor allem in der Frage, ob man es schafft, die Open Source Organisationsform anderen gesellschaftlichen Bereichen zu vermitteln. Auf diese Weise würde wiederum in Wirtschaft, Bildung und Politik das Verständnis und die Unterstützung für Open Source wachsen." (Vielen Dank an Kapeka für den Hinweis.)

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