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Mo, 2. September 2002, 22:39

Online-Demo gegen den Überwachungstaat

Die Initiatoren der Webseite »Der Große Bruder« rufen für den 11. September zu einer Online-Demonstration gegen den Überwachungsstaat auf.

Aufgrund der Ereignisse vom vergangenen Jahr nutzten eine Menge Law-and-order-Politiker die Gunst der Stunde, um Datenschutz und Bürgerrechte nicht ganz abzuschaffen, aber doch gewaltig einzuschränken. Deshalb haben die Initiatoren der Webseite »Der Große Bruder« für den 11.09.2002 eine Online-Demonstration geplant. Thema ist ein leider in der Öffentlichkeit beinahe vernachlässigtes Problem: Die Telekommunikations-Überwachungsverordnung, kurz TKÜV.

Die TKÜV ist die deutsche Umsetzung der EU-Richtlinien, kurz ENFOPOL, mit denen der Polizei weitgehende Rechte eingeräumt werden: So werden TK-unternehmen verpflichtet, alle Verbindungsdaten 80 Tage zu speichern, damit später die Polizei jederzeit darauf zugreifen kann. Es gibt sogar Pläne, diese Regelung noch auszuweiten.

Die Online-Demo soll folgendermaßen ablaufen: Jeder Interessierte kann sich dieses Archiv herunterladen. Es enthält JavaScript-Code, der sich alle 30 Sekunden eine von 30 in den Berichten des Verfassungsschutzes erwähnte Datei herunterlädt. Dabei handelt es sich um links- und rechtsradikale Seiten sowie Seiten von Hacker-Aktivisten. Am 11. September soll jeder, der sich dazu befähigt sieht, diese Datei ausführen. Das soll keine DDOS-Attacke auf die betroffenen Server sein, sondern den staatlichen Schnüfflern eine Menge Datenmüll bescheren. Aber Achtung: Jeder Teilnehmer könnte die Aufmerksamkeit von Polizei oder Verfassungsschutz auf sich ziehen. Das Skript soll nur am 11. September ausgeführt werden.

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