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Mo, 10. Februar 2003, 23:54

Gemeinschaft::Konferenzen

Umstrittene Microsoft-Teilnahme an Open-Source-Konferenz

Die Teilnahme von Microsoft an der Konferenz »Open Source für nationale und lokale EGovernment-Programme« hat einige Mitglieder der New Yorker Open-Source-Szene erzürnt.

Besonders der Präsident der New York Linux Scene (sie heißt tatsächlich so), Ruben Safir, griff den Veranstalter scharf an. Dieser hatte es gewagt, Vertreter von Microsoft zu der Konferenz einzuladen, wo sie über Shared Source referieren sollen.

Safir spricht sogar von Boykott und rechtlichen Schritten gegen den Veranstalter. Microsoft sei in verbrecherische Aktivitäten verwickelt und sei direkt verantwortlich für die Unterminierung des Rechtes, innovativ zu sein und sich dem Wettbewerb im Markt zu stellen.

Befragt von NewsForge, äußerte auch Richard Stallman, daß man Microsoft nicht hätte einladen sollen. Dies sei ein Beweis von Schwäche, da mehr Leute Microsofts Behauptungen als die Antworten der Befürworter freier Software hören würden.

Schon im letzten Jahr hatte sich Stallman mit seiner extremen (oder konsequenten) Position mit dem Veranstalter zerstritten. Stallman bat darum, im Namen der Konferenz nicht nur Open Source, sondern auch freie Software zu berücksichtigen. Nachdem der Veranstalter ablehnte, schlug Stallman die Einladung, dort einen Vortrag zu halten, aus.

Andere Personen in der Linux-Gemeinschaft sehen das alles nicht so eng. Bruce Perens meint, wenn man Microsoft aussperren oder den Vortrag stören würde, würde das die Firma nur besser aussehen lassen.

Auch der Veranstalter Tony Stanco nimmt es mit Humor. Er werde von allen Seiten gleichermaßen kritisiert, scheine also ziemlich in der Mitte zu stehen. Das sei der Platz, den er als Veranstalter schließlich haben sollte.

Stanco, ein großer Befürworter von Open Source, hatte im Jahre 2000 FreeDevelopers.net gegründet, doch es sieht so aus, als ob dieses Unternehmen ein Fehlschlag war.

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