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Di, 18. Februar 2003, 08:47

Was Linux noch fehlt

Im Rahmen eines Editorials auf OSNews setzt sich Marco Zanon mit der Frage auseinander, was Linux noch fehlt, um die von manch einem gewünsche Desktop-Dominanz zu erreichen.

Linux ist bereit für den Desktop - auch den Desktop der Anwender und Computer-Beginner. Was wäre aber ein Produkt ohne Verbesserungen? Auch Linux bedarf in Augen von Zanon massiver Änderungen, damit das System auch in der Zukunft seine rasante Aufholjagd fortsetzen kann.

So kommt der Autor zum Schluss, dass die Stärke von Linux - eine Vielzahl an Applikationen - mit der Schwäche des Systems gleichzusetzen sei. Anfänger seien durch die »doppelten Applikationen« in Distributionen irritiert. Es bestünde keine Notwendigkeit, drei Editoren mit KDE auszuliefern und auch eine Unmenge von Bildbetrachtern und Email-Clients verwirrt in vielen Distributionen. Der Großteil der Benutzer braucht nach Meinung von Zanon einen Editor und einen Bildbetrachter.

Zum Verhängnis könnte Linux auch der »verschwenderische Umgang mit Entwickler-Resources« werden. »Programmierer verschwenden ihre Zeit und Geld, um gleiche Applikationen, gleiche Tools, Dokumentationen und Übersetzungen zu schreiben«, so der Autor. Eine Einigung auf ein System würde wertvolle Zeit sparen und zu ausgereifteren Applikationen führen.

Ein weiteres Problem der aktuellen Distributionen sind die verschiedenen Bibliotheken, Umgebungen und Tools, die jedes Produkt in einer abgewandelten Form einsetzt. Es ist laut Zanon schlichtweg unzumutbar, Applikationen für Linux zu erstellen, da der Aufwand enorm ist. Programme die unter einer Distribution ihren Dienst verrichten, müssen nicht zwangsweise auf anderen Produkten funktionieren. LSB geht zwar den richtigen Weg, dies sei aber noch unzureichend. Ferner dürften auch Hardware-Hersteller mit Treibern auf Probleme stoßen. Das Fehlen von standardisierten Schnittstellen zum Kernel, wie sie in jedem anderen System zu finden sind, macht zudem binäre Treiber unter Linux zu einem Glückspiel.

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