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Mo, 15. September 2003, 20:30

Unternehmen

Microsoft: »Linux-Nutzer glauben nicht an das geistige Eigentum«

Nachdem bereits SCO die Linux-Community als eine Ansammlung von Gesetzesbrechern mit einem Hang zum Diebstahl [a 0.5942]darstellte[/a], schlägt nun auch Microsoft in die selbe Kerbe und verbreitet vollmundig »Interessantes« über Linux.

»Linux-Leute glauben nicht an das geistige Eigentum«, so Mohammed Kateeb, Regional Director von Microsoft Middle East. »Das ist das größte Problem in der Linux-Welt. Wie kann da noch einer sicher sein, dass der Code von Linux, das von Programmieren von der ganzen Welt übermittelt wurde, einzigartig ist und nicht von irgendwo anders stammt?« Das Open-Source-Betriebssystem plagt im Moment nach Meinung des Managers ein »großes rechtliches Problem« und jeder Anwender sollte sich dessen bewusst sein, bevor er zu Open Source und Linux greift. In Anspielung auf die seit Monaten geführte Debatte um die von SCO erhobenen Vorwürfe meint Kateeb, dass das Konzept von Linux in den Grundfesten erschüttert wurde und jeder Nutzer bis zur Klärung der Angelegenheit von Linux »fern bleiben sollte«.

Ein weiterer Aspekt, das für Windows und Microsoft spricht, stellt das ökonomische Gleichgewicht dar. Dieses ist nach Meinung des Managers in Gefahr, sobald, wie die Community es praktiziert, das geistige Eigentum nicht geschätzt und beachtet wird. Auf welche Grundlage diese Aussage fußt, gab Kateeb nicht bekannt.

Gebündelt mit einem Partner wie Microsoft, der nach eigenen Aussagen einen Marktanteil von 90 Prozent auf Desktop-Systemen besitzt, könnten schon bald die von SCO aufgestellten und nie bewiesenen Behauptungen einen Image-Riss in dem eher glanzvollen Ansehen von Linux bedeuten. Untermauert mit vermeintlichen Fakten und begleitet von Interviews oder seriös wirkenden Presseinformationen an die Community, die einen Diebstahl vom Quellcode als eine bewiesene Tatsache stellen, könnte der »Marketing-Krieg« demnächst zu einem ernsthaften Glaubensproblem werden. Bereits in der Vergangenheit orakelte der Oberste der SCO Group, Darl McBride, dass Linux das Vertrauen, das dem System entgegen gebracht wurde, verspielt habe. Dass bis heute die von SCO verkündeten Informationen weder nachgeprüft werden konnten noch bestätigt worden sind, scheint zunehmend weniger Beobachter zu interessieren.

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