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Mi, 16. Juni 2004, 23:30

Unternehmen

Linux-Migration in München endgültig

Die Vollversammlung des Münchner Stadtrates hat die Migration der 14.000 PCs der Verwaltung auf Linux bis zum Jahre 2008 abgesegnet.

Auf der Webseite des LiMux-Projektes heißt es lapidar: »Am Mittwoch, den 16.06.2004 hat die Vollversammlung des Münchner Stadtrates die Umsetzung des Feinkonzeptes zur stadtweiten Umstellung (=Migration) der Arbeitsplatz-PCs auf Open Source Software beschlossen. Weitere Informationen demnächst.«

LiMux - Die IT-Evolution nennt sich das Projekt, die Migration zu vollziehen. Gut ein Jahr war dieses Referat der Stadtverwaltung seit der vielbeachteten Entscheidung für Linux mit der Erarbeitung des Feinkonzeptes der Migration beschäftigt. Wegen der »sanften« Migration der über 14.000 Desktops und Notebooks der Verwaltung, die bis ins Jahr 2008 dauern wird, sprechen die Leiter des Projektes von der »IT-Evolution« - im Gegensatz dazu wäre eine schnelle Umstellung eine Revolution.

Den Ausschlag für die Entscheidung von München gab letztlich nicht der Preis. Nach Abschätzungen wäre der fällige Update der Microsoft-Systeme, für die Microsoft bereits erhebliche Rabatte angeboten hatte, gleich teuer wie die Umstellung auf Linux gekommen. Für Linux und andere freie Software sprach die Offenheit und Zukunftssicherheit des Systems und der Dateiformate und die Unabhängigkeit von einem einzelnen Anbieter.

Wie alle Organisationen, die auf Linux umstellen, hat auch München das Problem, daß viele unbedingt benötigte Fachanwendungen nicht als Linux-Version erhältlich sind. Durch eine Kombination aus Portierung, Emulation, Neuentwicklung und Windows Terminal Server lassen sich diese Probleme, die teilweise in der Presse etwas aufgebauscht wurden, aber bewältigen.

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