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Mi, 18. August 2004, 19:44

Software::Kernel

Speicherleck könnte zu Kernel 2.6.8.2 führen

Ein neu aufgetauchtes Speicherleck könnte die Herausgabe eines dritten Kernels 2.6.8 auslösen.

Anwender können das Speicherleck durch Brennen einer Audio-CD provozieren. Das Problem tritt nicht im Zusammenhang mit Daten-CDs auf und betrifft eine Funktion, die den Speicher, der zum Schreiben über die generische SCSI-Schnittstelle nötig ist, nicht freigibt. Mit der Meldung des Problems lieferte Kurt Garloff unmittelbar einen Patch zur Behebung des Problems aus. Dieser verändert die Struktur des Quellcodes dahingehend, dass er den Speicher unabhängig davon, ob gelesen oder geschrieben wird, freigibt.

Speicherlecks im Kernel sind im Vergleich zu Speicherlecks in anderen Programmen problematischer, da der Speicher, den Programme im Userspace alloziieren, bei ihrer Beendigung freigegeben wird, auch wenn dies nicht explizit durch die Applikation geschieht. Der vom Kernel verlorene Speicher bleibt jedoch unbenutzbar, bis das System aufgrund des Speichermangels abstürzt oder ein Neustart des Kernels erfolgt.

Andrew Morton kommentiert den Fund mit der Aussage, dass dieser Fehler zu einem Release des Kernels 2.6.8.2 führen sollte, was somit der dritte Kernel der Serie 2.6.8 wäre. Fest steht dies allerdings nicht. Das neue Namensschema steht jedoch schon eine Weile zur Debatte, wobei man sich auch Gedanken darüber machte, dass verschiedene Skripte das dreistellige Namensschema voraussetzen und eventuell Probleme verursachen.

Ironischerweise scheinen ausgerechnet die Seite kernel.org und das im Kernel enthaltene patch-kernel davon betroffen gewesen zu sein, die beide 2.6.8.1 zunächst nicht als neue Version akzeptierten. Auch diese Probleme sind mittlerweile behoben.

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