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Mo, 13. September 2004, 10:26

Gesellschaft::Wissen

Schreibwettbewerb in der deutschsprachigen Wikipedia

Am Mittwoch, 15. September 2004, startet die deutschsprachige Wikipedia erstmalig einen Schreibwettbewerb.

Das offene Projekt, bei dem jeder Internetnutzer nicht nur Artikel lesen, sondern auch ohne Anmeldung schreiben und bearbeiten kann, will dadurch alle Interessierten motivieren, inhaltlich hochwertige Artikel zu der rasch wachsenden Online-Enzyklopädie beizusteuern. Primäres Ziel dieser Aktion ist nach Aussagen des Initiators Achim Raschka, Vorstandsmitglied des Wikimedia Deutschland e.V. und aktiver Wikipediaschreiber, eine Besinnung auf den Spaß, den es macht, einen guten Artikel zu schreiben. »Die Entstehung hochwertiger Artikel ist ein überaus erwünschter Nebeneffekt, der die Wikipedia inhaltlich bereichern wird.« Teilnehmen kann an diesem Wettstreit wie an der gesamten Wikipedia jeder, der dazu Lust hat. Die Richtlinien finden sich auf der Website http://www.wikipedia.de/Wikipedia:Schreibwettbewerb.

Vorbild für die neue Aktion war ein bereits im Juli durchgeführter Wettbewerb der niederländischen Wikipedia, bei der sich der Hauptautor des prämierten Artikels über eine Flasche Sekt als Preis freuen durfte. Auch in der deutschen Wikipedia winken Preise für die besten Einstellungen. So spendete die »Digitale Bibliothek« eine DVD-ROM mit dem legendären 20-bändigen »Meyers Großes Konversations-Lexikon« von 1905, über die sich der Sieger freuen darf. Für weitere Platzierte stehen Buchpreise zur Verfügung.

Die Teilnahme mehrerer Autoren als Kollektiv wird nicht nur zugelassen, sondern ausdrücklich gewünscht. Denn in den drei Jahren seit Gründung des Enzyklopädie-Projekts hat sich die Überlegenheit kollektiven Schreibens gegenüber dem »einsamen Genie«, das zurückgezogen für sich alleine arbeitet, vielfach bewiesen. Hiervon zeigt sich auch Kurt Jansson, erster Vorsitzender des Wikimedia Deutschland e.V., überzeugt: »Mich würde es nicht wundern, wenn am Ende ein Autorenteam den ersten Platz belegt. Auch die größten Kapazitäten eines Fachgebietes können beim Schreiben etwas übersehen; oder sie sind auf Hinweise von Fachfremden angewiesen, an welchen Stellen ein Text für Laien noch unverständlich sein könnte. Gerade auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit führt zu sehr fruchtbaren Ergebnissen und macht die Mitarbeit bei Wikipedia auch für die Autoren zu einem intellektuellen Vergnügen.«

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