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So, 21. November 2004, 18:02

Hardware

Linux-basierte Handyplattform vorgestellt

Der japanische Kommunikationsriese NTT DoCoMo hat eine »gemeinsame Softwareplattform« entwickelt, die sowohl für Linux- als auch für Symbian-basierte Handys zum Einsatz kommen kann.

NTT DoCoMo ist ein Telekommunikationsanbieter und stellt auch selbst Mobiltelefone her, wird jedoch die Software auch an andere Hersteller lizenzieren. Die Linux-Version wurde gemeinschaftlich mit NEC und Panasonic Mobile entwickelt. Diese beiden Firmen haben bereits erste Handys mit Linux angekündigt, die zunächst nur für den japanischen Markt bestimmt sind.

Die Plattformsoftware umfaßt folgende Bestandteile:

  • Middleware für gemeinsame Dienste und Funktionen
  • Angepaßte Module des Betriebssystems
  • Beispiele für Gerätetreiber
  • Beispiele für Anwendungssoftware wie Terminplaner, Bildbetrachter usw.
  • Handy-Emulationssoftware für PCs
  • Dokumentation und Entwicklungshinweise

Die Software unterstützt die in Japan eingesetze FOMA-Technologie, ein ATM-basiertes Übertragungsverfahren für Geschwindigkeiten von 64 bis 384 kbit/s. Es beruht auf dem Standard W-CDMA (Wideband-Code Division Multiple Access). Auch der nur in Japan angebotene i-mode-Dienst wird unterstützt.

NEC und Panasonic Mobile haben für NTT DoCoMo drei Handys entwickelt, die die Linux-Plattform nutzen. Zwei davon werden demnächst in den Handel kommen. Das NEC N900iL ist bereits erhältlich und unterstützt neben FOMA auch Wireless LAN. Weitere Modelle auf Linux-Basis werden kommen. Auch in anderen Teilen der Welt soll die Linux-Plattform zum Einsatz kommen, wenn entsprechende Lizenznehmer Interesse zeigen.

Als großer Vorteil der Linux-Plattform wird gesehen, daß es einfach ist, fortgeschrittene Multimedia-Applikationen zu integrieren. Durch die Vielseitigkeit von Linux können auch weitere Applikationen integriert werden. Lizenznehmer können sich auf die Entwicklung der Applikationen konzentrieren und müssen ihre Ressourcen nicht in die Anpassung an die Hardware stecken.

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