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So, 16. Januar 2005, 17:35

Software

DCE wird freie Software

Die Open Group hat das Distributed Computing Environment (DCE) unter die LGPL gestellt und zum Download verfügbar gemacht.

DCE ist eine »herstellerunabhängige Infrastruktur für Interoperabilität« und gilt als Industriestandard. Bisher war DCE ein kommerzielles Produkt, das von der Open Software Foundation (OSF) erstellt und von verschiedenen UNIX-Herstellern gesponsert wurde. Aus der OSF wurde später durch Zusammenschluß mit X/Open die Open Group.

Die Open Group hatte bereits im Mai 2000 Motif freigegeben. Zudem ist die Organisation unter anderem für die POSIX-Spezifikationen zuständig und betreut zusammen mit der Free Standards Group die Linux Standard Base.

Obwohl DCE nach Angaben der Open Group die Basis für zahlreiche kritische Applikationen mit hohen Zuverlässigkeits-Anforderungen bildet, konnte es sich nur im UNIX-Bereich durchsetzen. Zwar gibt es DCE-Implementierungen auch für Linux und Windows, und das RPC-Protokoll von Microsoft ist kompatibel mit dem von DCE, doch die Dominanz der Windows-Rechner drängte DCE in Nischen ab.

Nun wurde DCE unter eine freie Lizenz gestellt, um die Verbreitung von DCE als eine Interoperabilitäts-Technologie zu fördern. Die Open Group gab bekannt, sie wolle mit der Open-Source-Gemeinschaft zusammenarbeiten. DCE wird weiterhin unter einer kommerziellen Lizenz vertrieben, die für die Hersteller geeignet ist, die ihren Quellcode nicht offenlegen wollen.

Der Download der Version 1.2.2 von DCE ist von der Download-Seite der Open Group möglich. Die Open Group macht es zwar etwas umständlich, an den Quellcode heranzukommen, da dieser Verschlüsselungssoftware enthält, die in den USA gewissen Exportbeschränkungen unterliegt. Neben dem Quellcode, der offenbar seit über zwei Jahren nicht geändert wurde, steht auch umfangreiche Dokumentation zur Verfügung.

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