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Fr, 18. März 2005, 19:04

Software

MIT rät Brasilien zur Nutzung freier Software

In einem Brief an die brasilianische Regierung hat Walter Bender, Direktor des Media Labs im Massachusetts Institute of Technology, Brasilien geraten, statt auf ein abgespecktes Windows vorzugsweise auf freie Software (OSS) zu setzten.
Von ThomasS

Bender favorisiert eindeutig den freien Konkurrenten von Microsofts geschrumpfter 3. Welt-Version: »Freie Software ist weitaus besser im Hinblick auf Kosten, Leistung und Qualität«. Dringend rät Bender dem brasilianischen Präsidenten und seinen Ministern, sich baldmöglichst für den Einsatz freier Software zur Realisierung der Regierungskampagne »PC Conectado« zu entscheiden.

Aus der Perspektive nachhaltigen Wirtschaftens ist eine wissensbasierte Ökonomie für die Zukunft so zentral, dass das kreative Potential von quelloffener Software unverzichtbar sei. Besonders im Hinblick auf die Geschlossenheit von proprietärer Software ist die Möglichkeit des Studierens und Lehrens von quelloffener Software für heranwachsende Generationen von unschätzbarem Wert. Über die bloße Möglichkeit der Vermittlung von Programmierkonzepten und Implementationen hinaus ist OSS ebenso eine unverzichtbare Grundlage der Bildung einer praxis-orientierten Lerngemeinschaft, so Bender in seinem Brief.

Mit dieser Kampagne will die brasilianische Regierung etwa eine Million PCs an Haushalte mit kleinem bis mittleren Einkommen zu besonderen Konditionen vergeben. Einen Teil der Kosten dieser Aktion wird von der brasilianischen Regierung übernommen.

Die Entscheidung darüber welche Software eingesetzt werden soll, ist schon einige Male vertagt worden. Auf der einen Seite stehen die Befürworter, die den Nutznießern der Aktion die Wahl zwischen einem Windows PC und einem PC, mit freier Software bestückt, offen halten wollen. Die Befürworter des Einsatzes freier Software hingegen wollen Microsoft ganz aus dem Programm heraus halten.

Brasilien hat innerhalb der freien Software-Bewegung auf Grund einiger weitreichender Entscheidungen für OSS in den letzten Jahren einen guten Ruf erlangt, da viele Regierungsstellen recht zügig auf GNU/Linux migrierten. Die Attraktivität des brasilianischen Marktes ist offensichtlich, gehört das Land doch zu den so genannten Schwellenländern mit sehr guten Wachstumsprognosen für die kommenden Jahre.

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