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Mi, 1. Juni 2005, 13:13

Software::Desktop

Britische Regierung unterstützt sicheren Open-Source-Desktop

Das britische Unternehmen Netproject will mit finanzieller Unterstützung des britischen Handels- und Industrieministeriums den sicheren Open-Source-Desktop realisieren.
Von ThomasS

Die Firma Netproject hat sich auf Open Source IT-Infrastrukturen und die Architektur von Desktop-Systemen spezialisiert und setzt das Vorhaben federführend um. Das Ministerium steuert 132.000 britische Pfund zum Gelingen des Projektes bei, dass auf die Umsetzung eines Konzepts für einen sicheren Open-Source-Desktop zielt. Eine etwa gleichgroße Summe steuert der Incubator Club bei, ein privater Zusammenschluss britischer Firmen und Organisationen, der sich zwecks der gemeinsamen Erkundung der Einsatzmöglichkeiten von Open Source zusammengefunden hat. In diesem Zirkel legt man laut News.com offensichtlich Wert darauf, dass dies ohne große Aufmerksamkeit von Seiten der großen Softwarehersteller über die Bühne gebracht wird. Interessant ist, dass der Incubator Club gegründet wurde als Mittel gegen Microsofts Anti-OSS-Maßnahmen. Mit diesem Zusammenschluss wollen die einzelnen Mitglieder verhindern, bei bestimmten Entscheidungen in den Brennpunkt der Aufmerksamkeit des Software-Giganten zu geraten.

Das Projekt verfolgt nach Eddie Bleasdale, dem Leiter von Netproject, das Ziel, eine sichere Open-Source-Infrastruktur aufzubauen, die sich zentral administrieren lässt. Dabei kommt es der Initiative darauf an, dass die sicheren Systeme von ihren Nutzern nicht direkt verändert werden können. Zu jedem angeschlossenen PC gehört ein entsprechendes Client-Image, dass sich bei Inbetriebnahme auf den entsprechenden Rechner heruntergeladen und hochgefahren wird. Im Netproject behauptet man mit diesem Modell: "Dieses Vorgehen erlaubt die zentrale Administration von vielen Linux-Computern durch ein kleines Support-Team. Dies, zusammen mit der Verlässlichkeit und der Sicherheit von Linux, erlaubt es die Kosten für den Einsatz und das Management von Linux-Systemen auf etwa 25% der Kosten einer vergleichbaren Desktop-Windows-Lösung zu senken." Der finanzielle Anteil der britischen Regierung wird vorrangig dazu verwendet, durch die gezielte Herstellung von Tools speziell für den sicheren Desktop die kommerzielle Attraktivität des Produktes insgesamt zu erhöhen.

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