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Do, 6. Oktober 2005, 23:21

Software

Freie Software schultauglich

Die Tauglichkeit von freier Software für Schulen wird bisweilen kontrovers diskutiert, eine Studie in Österreich stellt sich nun auf die Seite der Open-Source-Befürworter.

Die Donau-Universität Krems führte im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (bm:bwk) eine zweijährige Studie durch, die den Einsatz von Linux und anderer freier Software in Schulen untersuchte. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des »Open- Source-Gipfels« an der Donau-Universität Krems präsentiert. Sie sind eindeutig: Freie Software ist für den Schulbetrieb durchaus geeignet! Gemeinsam mit den anwesenden 70 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung sowie dem Schulwesen wurden weitere Schritte für die Forcierung freier Software an den Schulen diskutiert.

Projektleiter Gerhard Schwed, MAS von der Donau-Universität Krems: »Es besteht dringender Handlungsbedarf, um das enorme Potenzial der freien Software für die Schulen optimal zu nutzen.« Schwed stellte im Zuge seiner wissenschaftlichen Arbeit fest, dass den meisten Lehrpersonen in den Schulen die Möglichkeiten freier Software nicht bekannt sind und es daher Vorbehalte gibt. Bei der Erstellung der Studie haben auch Studierende aus dem Universitätslehrgang »Educational Technologies«, der an der Donau-Universität Krems angeboten wird, mitgearbeitet. In diesem Lehrgang werden vor allem Lehrerinnen und Lehrer unter anderem darauf vorbereitet, ihre Schüler in zwei EDV-Welten zu unterrichten. Der Lehrgang schließt mit dem akademischen Grad »Master of Science« (MSc) ab.

Die Konsequenz aus der Studie soll für das Ministerium nun sein, daß der Einsatz freier Software an den Schulen forciert werden muß. Für die Zukunft plant das bm:bwk mehrere Maßnahmen: In den nächsten zwei Jahren wird ein umfangreicher Testversuch mit freier Software bei 40.000 Schülerinnen und Schülern an 30 weiterführenden Schulen gestartet. Zusätzlich sollen bereits gegründete Communities der Lehrer und teilweise auch der Schülervertreter unterstützt werden. Auch die Einrichtung von vier oder fünf E-Learning-Kompetenzzentren ist geplant.

Eine 16-seitige Zusammenfassung der über 100-seitigen Studie wird ab Montag, 10. Oktober, unter dem Link www.donau-uni.ac.at/zbm zum Download bereitgestellt.

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Kommentare (Insgesamt: 88 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[3]: Kommt mal wieder runter ... (Sandra, Mi, 12. Oktober 2005)
Re[2]: Kommt mal wieder runter ... (Christian, Di, 11. Oktober 2005)
Re[2]: Fakten?? Fakten!! (Patrick Willam, Mo, 10. Oktober 2005)
Re: Fakten?? Fakten!! (Sandra, Mo, 10. Oktober 2005)
Re[2]: Kommt mal wieder runter ... (Patrick Willam, So, 9. Oktober 2005)
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