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Fr, 11. November 2005, 23:02

Software::Distributionen

Damn Small Linux 2.0 RC2

Version 2.0 von Damn Small Linux, einer Desktop-Distribution mit nur 50 MB Umfang, nähert sich mit der Testversion 2.0 RC2 der Fertigstellung.

Laut den Release Notes gibt es in dieser Version folgende Änderungen gegenüber RC1: Mehr Basis-Zeitzonen wurden integriert, die Erkennung von LT-Modems wurde verbessert, SATA-Module in den Kernel integriert, bessere deutsche Tastenbelegung, Integration einer Minimalversion von Joe's Window Manager, Verbesserungen an Firefox für mehr MIME-Typen und Java, das Programm GtkFind und einiges mehr.

Eine ISO-Datei mit der neuen Version steht zum Download bereit. Es gibt auch eine Version, die mit Syslinux auf dem ISO-Image gebootet wird, sowie eine eingebette Version. Alternativ gibt es einige Mirror-Server und die Möglichkeit des BitTorrent-Downloads.

Damn Small Linux (DSL) ist eine Distribution, die sich vor allem an geringem Speicherverbrauch orientiert, um auf einer scheckkartengroßen CD oder einem kleinen USB-Stick Platz zu finden. Deshalb setzt es überwiegend auf kleine Software, was auch dem Arbeitsspeicher zugute kommt, wodurch es für leistungsschwache Rechner geeignet ist. Dabei schlummert im Kern der Distribution ein Knoppix, womit sich auch DSL in ein Debiansystem konvertieren lässt, indem man die Festplatteninstallation durchführt. Normalerweise läuft es als Live-CD.

Auf Rechnern mit mindestens 128 MB kann Damn Small Linux vollständig im RAM laufen, ohne auf eine Festplatte zuzugreifen. Dies soll zu Geschwindigkeiten führen, die man lange nicht mehr gesehen hat.

Bei der Softwareauswahl liefern die Entwickler einige interessante Lösungen, denn auf einen grafischen Webbrowser und eine Office-Suite muss niemand verzichten. In der Distribution befindet sich Fluxbox als Standard-Windowmanager und die meisten integrierten, graphischen Applikationen setzen auf GTK 1.2 oder FLTK. Die mitgelieferten Konfigurationstools stehen in der kompakten Sprache Lua zur Verfügung, die oft als Erweiterungssprache für Spiele wie Far Cry oder für den Ion Windowmanager verwendet wird.

Als neuer alternativer Window-Manager ist in RC2 eine Minimalversion von Joe's Window Manager integriert. Er soll noch weniger Ressourcen benötigen als der ebenfalls sparsame Fluxbox und wird Windows-Benutzern vertrauter vorkommen als Fluxbox. Als Kernel setzt Damn Small Linux die Version 2.4.31 ein.

Als Webbrowser kommt eine modifizierte Version von Firefox zum Einsatz, der kompakte Browser Dillo ist ebenfalls vorhanden. Die beigelegte Office-Suite ist Siag Office, die nach ihrer Tabellenkalkulation »Scheme in a Grid« benannt ist. Zu der Suite gehört neben der Tabellenkalkulation auch eine Textverarbeitung und eine Animationssoftware. Wie der Name suggeriert, ist die Tabellenkalkulation unter anderem im Lisp-Dialekt Scheme geschrieben und unterstützt diese auch als Erweiterungssprache. Die Tabellenkalkulation kann unter anderem auch als Webserver eingesetzt werden, um eine gerade erstellte Tabelle an einen Browser zu übermitteln. Siag enthält außerdem eine MySQL-Anbindung.

Weitere Anwendungen lassen sich modular in Form von myDSL Application Extensions installieren, die man im Unterverzeichnis myDSL der Mirror-Server findet.

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