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Di, 31. Januar 2006, 10:45

Unternehmen

Red Hat legt sich aktiv ins Zeug für Billig-Laptop

In einem Gespräch mit ZDNet hat Red Hat betont, dass der Erfolg des MIT-Laptops für Entwicklungsländer auch dem Linux-Desktop auf die Sprünge helfen wird.
Von ThomasS

In einem Gespräch mit der britischen ZDNet-Newsseite hat Mike Evans, Red Hat-Manager für Open Source im Unternehmensbereich, den Erfolg des 100-Dollar-Laptops, auch unter dem Codenamen "One-Laptop-Per-Child" (OLPC) bekannt, beschworen. Die bekannte, meist zurückhaltende Einschätzung Red Hats zum Thema Linux-Desktop konkretisierte Evans in diesem Zusammenhang folgendermaßen: "Das Projekt wird hilfreich sein bei der weiteren technischen Entwicklungsdynamik des Linux-Desktops, obwohl dies nicht seine primäre Intention ist." Man rechne bei Red Hat eher mit einer zunehmenden graduellen Ausbreitung von Linux-Desktops durch das OLPC-Programm, nicht mit einem "Big Bang".

Red Hat ist zwar schon seit April 2005 in das anlaufende Projekt involviert gewesen, seit letzten Montag unterstützt der amerikanische Distributor das OLPC-Projekt nun ganz offiziell. Zum Engagement erklärte Red Hat-Geschäftsführer Mathew Suzlik: "Wir bei Red Hat glauben, dass Open Source die Welt verändern kann, aber wir stehen noch ganz am Anfang. Dies ist das leitende Prinzip, dass in all unsere Aktivitäten zum Ausdruck kommt. Jenseits der üblichen Praxis von Spenden aus Unternehmen stellen wir unsere gesamten technischen und anderen strategischen Ressourcen hinter das OLPC-Projekt, um ihm mit unserem Know-How und Einfluss zum Erfolg zu verhelfen." Zugleich verweist man bei Red Hat auch darauf, wie wichtig der Einsatz einer Open-Source-Plattform für das Projekt sei. Darüber hinaus plant der Distributor offenbar auch die internationale Entwicklergemeinschaft mit ins Boot zu holen, die Training, Support, Updates, Zertifizierungen und technische Erweiterungen anbieten soll.

Nicolas Negroponte, Direktor des Massachusetts Institute of Technology's Media Lab (MIT), scheint den Worten und dem bisherigen Engagement Red Hats gewogen. Zumindest trifft die Vision eines speziell für die Zwecke des Projekts zugeschnittenen Fedora Core durchaus auch seinen Vorstellungen. Offenbar ist es allerdings nach Informationen von ZDNet keineswegs klar, wie hoch der tatsächliche Preis des Laptops letztlich sein wird. Negroponte hat dazu kürzlich verlauten lassen, dass man realistischerweise eher von einem Preis von etwa 115 USD pro Laptop ausgehen sollte. Die zukünftige Rolle Red Hats im OLPC-Projekt wird auf einer Konferenz in Nashville, Tennessee Anfang Juni 2006 unter Beteiligung von Negroponte zum Thema werden.

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